Chor „Gregorian Voices“ begeistert mehr als 200 Zuhörer in der St.-Anna-Kirche

Engelsgleich, mystisch, spirituell

Stehende Ovationen für die Gregorianischen Stimmen in der St.-Anna-Kirche. - Foto: Nölker

Twistringen - Von Sabine Nölker. Die Kapuzen ihrer Mönchskutten tief im Gesicht, zogen acht Männer zu Pfingsten in die Twistringer St.-Anna-Kirche ein – international als „Gregorian Voices“ gefeiert. Rund zwei Stunden später hielt es mehr als 200 Besucher nicht mehr auf den Kirchenbänken. Mit Fußgetrampel, Bravo- und Zugabe-Rufen zollten sie stehend den acht Ausnahmesängern ihren Respekt.

„Es war der absolute Wahnsinn“, lobte am Ende nicht nur Zuhörer Thomas Thamm. Es war weit mehr. Es war mystisch, es war besinnlich, meditativ und spirituell.

Schon lange im Vorfeld hatten Plakate den Besuch der „Gregorian Voices“ angekündigt. Wenn auch der Vorverkauf am Anfang eher schleppend lief, kamen am Ende doch so viele Menschen, dass sie im Mittelschiff der katholischen Kirche dicht gedrängt saßen.

Als die acht Sänger den Altarraum betraten, legte sich eine erwartungsvolle Stille über die Menge. Mit dem „Ave Maria“ startete das Konzert, dessen Lieder zwei ganz unterschiedliche Epochen beinhaltete. Während des ersten Teils waren es gregorianische Choräle sowie orthodoxe Gesänge, die die Zuhörer begeisterten. Die gregorianischen Choräle, einstimmige und unbegleitete liturgische Gesänge der katholischen Kirche in Latein, waren schon beeindruckend.

Gebannt lauschten die Menschen dem außergewöhnlichen Gesang, der immer wieder fantastische Solopassagen beinhaltete. Bei dem „Rorate caeli desuper“ hatte Tenor Naiden Kamaraschev seinen ersten Soloeinsatz, der für Gänsehaut-Feeling sorgte. Der Sänger erreichte Höhen, die in der St.-Anna-Kirche klar und engelsgleich erklangen. Höhe- und Schlusspunkt des ersten Konzertteils war das „Polilej“, das unter die Haut ging.

Klassiker der Popmusik bestimmten die zweite Konzerthälfte. Chorleiter Anton Petrov und Naiden Kmaraschev interpretierten Lieder wie „Yesterday“, „Sounds of Silence“ und „Imagine“ so außergewöhnlich, dass nach jeder Darbietung der Applaus länger dauerte und kräftiger wurde. Als mit „Sailing“ von Rod Steward der offizielle Teil endete, hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Bänken.

Bei den Zugaben, „Amazing Grace“ und „We are the World“ bewies der Chor noch einmal seine Stimmengewalt. Zwei Mal mussten die Gregorian Voices noch nach vorne kommen. Sie sangen Ausschnitte aus „Thank you for the Music“. Chor und Publikum äußerten sich schließlich begeistert über diesen fantastischen Abend und die Kirchenakustik.

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