Bassumer Feuerwehr mit Resonanz unzufrieden

In Twistringen und Bassum loderten die Osterfeuer

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Stockbrot backen durften die Kinder in Bassum bei der Osterfeier.

TWISTRINGEN/Bassum - Am Osterwochenende brannten rund um Twistringen und Bassum wieder zahlreiche Osterfeuer. Die Feuerwehr und der Schützenverein Natenstedt hatten am Sonnabend Dorfbewohner und Gäste eingeladen, am Dorfgemeinschaftshaus diese alte Tradition gemeinsam zu begehen.

Vorab hatte Ortsbrandmeister Thorsten Seyvfart rund um den großen Holzhaufen Süßigkeiten für die Kinder versteckt. Nachdem jedes Ei und jeder Schokohase gefunden wurden, entzündete er im Beisein der jüngsten Dorfbewohner das Feuer. Derweil genossen die Erwachsenen am Dorfgemeinschaftshaus Kartoffelsalat und Bratwurst sowie kühle Getränke.

Zuschauer erfreuen sich am Feuer

„Eigentlich wäre bei den Temperaturen ein Glühwein nicht schlecht“, so der ehemalige Ortsbrandmeister Bernhard Brinkmann.

Die Geschwister Malte, Jakob und Nele waren begeistert von dem großen Feuer. „Sieht echt cool aus.“ Das fanden auch die Freundinnen Jule und Marie. „Es ist schön, zusammen zu spielen und dem riesigen Feuer zuzugucken“, waren sie sich einig.

Ganz vorne mit dabei waren in Natenstedt die Kinder.

Wie in Natenstedt brannten in allen Ortschaften der Stadt Twistringen am Sonnabend und Sonntag die Osterfeuer. Wobei einige Vereine auf große Feuer verzichteten und stattdessen Feuerschalen auf dem Gelände verteilten. Aber die Kinder kamen überall auf ihre Kosten.

200 Besucher auf „Bernis“ Hof

Anreisende aus dem Norden benötigten kein Navigationssystem, um das Osterfeuer auf dem Krümpel in Twistringen zu finden. Wie von einem riesigen Leuchtfeuer wurde ihnen der Weg gewiesen.

Zum dritten Mal hatte Bernhard „Berni“ Diephaus auf seinem landwirtschaftlichen Hof dieses Event veranstaltet. „Aus Spaß an der Dorfgemeinschaft und Freude am Organisieren“, wie er sagt. Rund 200 Besucher waren seiner Einladung gefolgt – Familien, Freunde, Nachbarn. Darunter auch eine Abordnung der Alteisenfreunde, die sich hier ganz offensichtlich auf das am kommenden Wochenende von ihnen veranstaltete Trecker-Treffen an der Alten Ziegelei mental vorbereiteten.

Streetfoodfestival eine zu große Konkurrenz?

Beschaulich und familiär ging es in Wedehorn zu. Bis kurz vor 20 Uhr wartete Ortsbrandmeister Martin Nolte ab, dann setzte er den gewaltigen Totholzhaufen mittels Gasbrenner in Flammen. Und der zauberte funkensprühend vor dem königsblauen Abendhimmel mit goldgrauen Wolken ein spektakuläres Farbenspiel. Heftig wehte der Wind dabei und versorgte das Feuer mit hinreichend Sauerstoff. Wem es trotzdem zu kalt wurde, der suchte im gemütlichen Göpel Schutz vor den frostigen Temperaturen. Leckeres vom Grill und aus der Zapfanlage machte das Ganze zu einer runden Sache.

„Wir sind ganz schön enttäuscht über die geringe Beteiligung“, bilanzierte Heino Schlottmann von der Ortsfeuerwehr Bassum und macht das Streetfood-Festival als Konkurrenzveranstaltung und die Ursache dafür aus. „Rund 50 Ehrenamtliche von der DLRG und aus unseren Reihen haben mit viel Engagement und einem riesigen Zeitaufwand das Event organisiert. Statt den 1500 Gästen aus den Vorjahren hatten wir diesmal nur etwa 600 Teilnehmer. Das ist zu wenig und rechtfertigt nicht die ganze Arbeit.“

Osterfeier in Bassum 

Trotz dieses Wermutstropfens kamen die Besucher voll auf ihre Kosten. Statt des sonst üblichen Holzhaufens haben die Veranstalter diesmal Feuertonnen entzündet – aufgeschnittene 200-Liter-Fässer aus Stahl, bei denen laufend Brennstoff nachgelegt werden konnte. Das war gemütlich, und man konnte ganz dicht ran an die wärmenden Flammen.

Für Musik und gute Laune sorgte das DJ-Duo Scholle & Schlachter im Gerätehaus.

sn/ufa

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