Ortsrat Twistringen

Limbusch-Anwohner wollen Bodenschwellen zur Verkehrsberuhigung

Am Eingang zur Straße Limbusch in Twistringen fährt ein weißer Transporter vorbei.
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Bodenschwellen zur Verkehrsberuhigung wünschen sich Bewohner der Straße Limbusch in Twistringen.

Anwohner der Straße Limbusch wünschen sich Bodenschwellen zur Verkehrsberuhigung. Laut Verwaltung überwiegen aber die Nachteile gegenüber den Vorteilen.

Twistringen – Das blaue Spielstraßen-Schild macht klar: Die Straße Limbusch ist verkehrsberuhigt. Das bedeutet: Alle Verkehrsteilnehmer teilen sich dieselbe Fläche, Autofahrer müssen Fußgängern den Vorrang lassen und dürfen nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren. Daran halten sich anscheinend längst nicht alle. Anwohner finden: Zu viele Autos nutzen die Straße als Durchgangsstraße und fahren dabei häufig zu schnell, trotz eingelassener Bepflanzungen.

Die Anwohner wünschen sich schon länger Bodenschwellen. Die sollen die Geschwindigkeit reduzieren, aber auch das Verkehrsaufkommen insgesamt.

Allerdings hat die Verwaltung nach einer Ortsbegehung anders entschieden. Die Begründung: Die Nachteile überwiegen die Vorteile. So würden Schwellen zu einer erhöhten Lärmbelastung führen, durch das Abbremsen vor und erneute Gasgeben nach der Schwelle. Auch beim Überfahren selbst entstehe ein Geräusch.

Diese Einschätzung bestätigte Erster Stadtrat Harm-Dirk Hüppe auf Nachfrage. Schwellen seien keine verhältnismäßige Lösung. Es komme auch darauf an, „wie eine Straße gelebt wird“.

Die Verwaltung hatte nämlich empfohlen: Fußgänger und Radfahrer sollten die gesamte Fahrbahn nutzen, wie es ihnen auf einer Spielstraße zusteht. Dies würde die Autofahrer zum Einhalten der Höchstgeschwindigkeit zwingen. Für eine andere Entscheidung haben sich die Anwohner nun an den Twistringer Ortsrat gewandt, der heute um 19 Uhr im Ratssaal tagt. Allerdings hat der nur eine beratende Funktion. In ihrer Eingabe verweisen die Anwohner auf zwei Verkehrszählungen aus den Jahren 2019 und 2020. In den Zeiträumen haben demnach pro Tag 40 beziehungsweise 86 Fahrzeuge die Straße Limbusch durchquert, viele schneller als mit 20 km/h.

Eine Anwohnerin sagte der Kreiszeitung, sie würde ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt auf der Straße spielen lassen. „Viele wissen einfach gar nicht, was das bedeutet“, sagt sie über Autofahrer, die sich nicht an die Spielstraßen-Regeln halten. Zur Abhilfe befürwortet sie Bodenschwellen zum Aufschrauben. Die könne die Verwaltung übergangsweise ausprobieren – und wieder abschrauben, wenn die Nachteile wirklich überwiegen.

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