Rund 800 Besucher erleben die dritte Italienische Nacht im Garten Bellersen in Mörsen

Traumhafte Idylle bei Kerzenschein

Eine der vielen Oasen in der Anlage der Familie Bellersen in Mörsen ist der japanische Garten. - Fotos. Wilke

Mörsen - Von Theo Wilke. Die Eingangsglocke läutet schon wieder. Die nächsten Gäste kommen. Das geht so bis in die Nacht hinein. Die Twistringer Gästeführer haben zur inzwischen dritten Italienischen Nacht in der Gartenanlage der Familie Bellersen in Mörsen eingeladen. Die Menschen reisen wie in den vergangenen Jahren scharenweise an. Das Wetter spielt mit. Mörsen bleibt von Regenschauern verschont.

Als sich weit nach Mitternacht die letzten Gäste auf den Heimweg machen, sind die Veranstalter höchst zufrieden: Auch diesmal sind es um die 800 Besucher gewesen. Heike Harms aus dem Rathaus ist begeistert: „Wir hatten wieder viele Besucher aus dem weiteren Umkreis von Twistringen, unter anderem aus Lohne und Vechta, aus Bremen und Syke, aus Sulingen und Ehrenburg.“

Fred Wiecher von Bäcker Weymann und Gartenbesitzer Heinrich Bellersen rechnen zusammen: Ungefähr 1  700 Essensportionen seien über den Tresen gegangen. Auch Weinhändler Michael Poehlemann meint: „Es ist gut gelaufen.“

Gut gelaunt machen sich am Abend Hunderte auf die von Heinrich Bellersen selbst angelegten, zum Teil mit Natursteinen gepflasterten Wege in eine traumhafte Gartenidylle. Links und rechts der Pfade verschiedene Themengärten und Kunstobjekte, häufig aus Naturmaterialien gefertigt.

Begeistert und sichtlich beeindruckt, nippen Besucher am Gläschen Wein oder Prosecco, klönen miteinander. Sie gönnen sich Antipasti oder nutzen Weymanns warmes Essensangebot bis nach 23 Uhr: leckere Roggen-Ciabatta mit Gemüse und Parmesan, Mini-Pizzen, Laugenstangen. Kaffee gibt es auch, und reichlich italienische Weine vom Beverino.

Die Gäste greifen gerne zu, suchen sich ihr beschauliches Plätzen und genießen den Abend beziehungsweise die Nacht bei Kerzenschein und LED-Beleuchtung. Mancher hat es sich mitten im Rosenbeet gemütlich gemacht, eine andere Gruppe vergnügt sich auf der Trauungsinsel im japanischen Garten.

Wer das neue Dreifach-Tor aus Pfarrhaus-Ziegelsteinen passiert, denkt vielleicht gerade an den Eingang zu einem Mittelalter-Gemäuer oder an eine Burganlage, flankiert von Fackeln.

Aus Twistringen und umzu sind viele mit dem Fahrrad gekommen. Wer sich schon auskennt, staunt trotzdem immer wieder über die wunderbar illuminierte Gartenanlage.

„Wir haben fast jede Woche Besuchergruppen bei uns“, erzählt Heinrich Bellersen und eilt dann weiter, um den nächsten Gästen seine mediterrane Hügellandschaft mit großem Rosenhügel zu zeigen. Seine neuen Wegweiser sehen irgendwie skurril aus, beeindrucken aber. Sie sind nur aus Naturmaterialien gemacht, so wie vieles auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände, das durch Wasserfälle und -spiele bereichert wird. Auch in den Morgenstunden wird der 66-jährige Bellersen nicht müde, seinen letzten Gästen mitreißend die Entstehung der Themengärten zu erzählen.

Angesichts der Besucherströme von Freitag auf Sonnabend ist es auch für Heinrich Bellersen überhaupt keine Frage, ob es eine vierte Italienische Nacht im Jahr 2017 geben wird.

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