SVMS-Vorstand überrascht langjährige Übungsleiterin: Auszeichnung als Vereinsheldin

Tränenreicher Abschied für Renate Wilkens

Renate Wilkens (Mitte) mit ihrer Nachfolgerin Petra Grewe sowie dem 1. Vorsitzenden des SVMS, Andreas Siegmann, im Kreise ihrer Freitags-Gymnastik-Damen. 
Foto: Sabine Nölker
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Renate Wilkens (Mitte) mit ihrer Nachfolgerin Petra Grewe sowie dem 1. Vorsitzenden des SVMS, Andreas Siegmann, im Kreise ihrer Freitags-Gymnastik-Damen. Foto: Sabine Nölker

Mörsen – Mit Tränen, kleinen Geschenken und vielen Dankesworten verabschiedete der SV Mörsen-Scharrendorf am Freitag seine langjährige Übungsleiterin Renate Wilkens. Seit 1975 trainierte Wilkens nicht nur die Damen, sie war darüber hinaus ein sehr engagiertes und aktives Mitglied.

„Wer nach 45 Jahren geht hinterlässt Spuren“, so der 1. Vorsitzende des SVMS, Andreas Siegmann, der gemeinsam mit Petra Grewe zum Abschied in die Sporthalle gekommen war. „Renate war immer aktiv, nicht nur in der Sparte Damen-Gymnastik“, so Siegmann vor der Freitagsgruppe weiter. Eingetreten am 1. Mai 1975 habe es die heute 77-Jährige verstanden, die Sportler „mitzunehmen“, sie zu begeistern. „Dadurch hast du dazu beigetragen, dass der SVMS weit über seine Grenzen bekannt geworden ist.“

Renate Wilkens gehört zu den Gründungsmitgliedern der Sparte Damen-Gymnastik. „Damals leitete Hannelore Knackstedt die Turngruppe“, erinnert sich die vierfache Großmutter. Als Knackstedt wegzog, standen die Sportlerinnen ohne Übungsleiterin da. „Damals hatte Mörsen noch keine eigene Sporthalle, und wir fuhren nach Heiligenloh“, erzählt Wilkens. Lilo Jandrich sei es 1975 gewesen, die mehrere Damen vom SVMS in die Damengymnastik eingewiesen habe.

Als es dann darum ging, eine neue Übungsleiterin aus diesen Reihen zu finden, erklärte sich Renate Wilkens dazu bereit. Dreimal die Woche leitete sie seitdem die Gymnastikgruppen des Vereins, besuchte aber auch 45 Jahre lang zwei bis dreimal jährlich Weiterbildungskurse und erneuerte regelmäßig ihren Übungsleiterschein.

Bereits 1981 ehrte der Verein Wilkens mit der silbernen Ehrennadel. Der Kreissportbund schloss sich 2009 mit der goldenen Ehrennadel an, die sie ein Jahr später ebenso vom SV Mörsen-Scharrendorf erhielt.

Während der Laudatio durch den Vorsitzenden Siegmann flossen bei Wilkens die Tränen. Ein Abschied fällt eben immer schwer, egal wie sehr man sich auch darauf freut. „In meinem Alter habe ich es verdient, jetzt aufzuhören“, sagt die scheidende Übungsleiterin. „Es fällt mir eigentlich nicht schwer, weil es immer schön war.“

Nicht nur die Trainingsstunden, sondern auch die Auftritte bei Veranstaltungen, Hochzeiten und Geburtstagen sowie die vielen gemeinsamen Ausflüge seien schön gewesen. „Ich kann mit ruhigem Gewissen gehen.“ Vor allem, weil mit Petra Grewe eine engagierte Nachfolgerin gefunden worden sei, betont Wilkens

„Alle Kurse finden weiterhin zur gewohnten Zeit statt“, versichert die neue Übungsleiterin, die sich auf ihre neue Aufgabe freut. Wie Andreas Siegmann ist sie sich bewusst, dass Renate Wilkens für immer Spuren im Verein hinterlassen hat. Deshalb hatte Grewe ihre Vorgängerin auch bei der Aktion Vereinshelden vom Landessportbund Niedersachsen nominiert. Diese geehrten Vereinshelden sind Menschen, die sich für andere und den Sport ehrenamtlich in Sportvereinen engagieren. Siegmann überraschte Wilkens nun mit der Ehrungsurkunde. „Mir bleibt nur zu sagen: Danke“, meinte der Vorsitzende. „Danke, wie du dich für den SVMS eingesetzt hast.“

Von Sabine Nölker

Das ist schon lange her: Die Damen-Gymnastik des SV Mörsen-Scharrendorf vor einem Auftritt. Renate Wilkens sitzt in der Mitte. ReproFoto: Sabine Nölker

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