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Bierfest: Sturmfeste Twistringer trotzen dem Schietwetter

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Von: Sabine Nölker

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Gute Stimmung herrscht beim Auftritt der Formation Toast Hawaii: Frontman Andreas Woiner führt eine Polonaise an.
Gute Stimmung herrscht beim Auftritt der Formation Toast Hawaii: Frontman Andreas Woiner führt eine Polonaise an. © Nölker

„Trotz des schlechten Wetters wurde das Bierfest sehr gut angenommen“, brachte es Gerd von der Ecken auf den Punkt. Drei Tage Bierfest – drei Tage wechselnde Besucherzahlen und wechselnde Wetterverhältnisse. „Wir hatten alles“, sagt Gastwirt Janni Iqbal und zählt auf: „Strahlenden Sonnenschein, Sturmböen, Regenschauer und niedrige Temperaturen.“

Twistringen –Doch wie im Niedersachsen-Lied zeigten sich die Twistringer sturmfest und erdverwachsen. Für Stimmung sorgten gleich an zwei Tagen Live-Acts.

Der Mittwoch vor Himmelfahrt läutete das viertägige Spektakel im Herzen der Delmestadt ein. „Komischerweise war an diesem Abend Haake Beck vom Fass der Renner“, erzählt von der Ecken. Das sollte sich im Verlaufe des Festes jedoch ändern. Vor allem „Murphy´s Irish Red“ fand viele Abnehmer. Das milde, zartbittrige und trockene Bier aus Irland fand immer mehr Liebhaber. Auch das „Aktien Landbier“, ein untergäriges Vollbier, kernig und vollmundig im Geschmack und von dunkler Farbe, war laut Orga-Team beliebt. Daneben gingen vor allem Heineken aus den Niederlanden und das Früh Kölsch über den Tresen.

Familien, Männertouren, Cliquen, Nachbarschaften

Für Musik sorgten am Vatertag Beten Scheef alias Gary Castle und Gerd Hartjens mehrere Stunden lang. Derweil füllte sich die Kirchstraße immer mehr Menschen – Familien, Männertouren, Cliquen, Nachbarschaften, alle wollten die Sonnenstrahlen auf dem Bierfest genießen.

Die Songs von Beten Scheef kamen gut an. Die Bandbreite reichte von den Beatles bis zu den Andrew Sisters, von Guns and Roses zu Irish Jigs. „Wahre Künstler auf den Gitarren“, meinte eine Familie aus Bassum und lobte auch gleich die „tolle Innenstadt“, die geradezu prädestiniert sei für solche Veranstaltungen.

Bis in die Nacht hinein feierten die Gäste fröhlich und ausgelassen den zweiten Tag des Bierfestes.

Der Freitag stand dann unter keinem guten Stern. Kräftige Sturmböen rüttelten an dem Pagodenzelt, Stuhlkissen und teils auch schwerere Gegenstände flogen durch die Luft. Doch die wackeren Bierliebhaber ließen sich nicht unterkriegen. Ausgestattet mit Winterjacken und Schals gegen die Kälte warteten sie auf Toast Hawaii. Die Band hatte sich während der Corona-Pandemie gegründet und musste bisher alle offiziellen Auftritte in Twistringen wegen der Auflagen absagen.

Polonaise mit Toast Hawaii

Am Freitag war es dann endlich soweit: Sie gaben ihr Debüt auf dem Centralplatz. Vergessen waren Kälte, Sturmböen und Regen. Vom ersten Song an rissen die Musiker ihr Publikum mit. Es wurde nicht nur bei „Die kleine Kneipe“ und „Dschinghis Khan“ kräftig mitgesungen, bei „Kreuzberger Nächte“ schaffte es Frontmann Andreas Woiner sogar, eine Polonaise auf die Beine zu stellen.

Auch das Duett von Sabine und Peter Heuermann „Im Wagen vor mir“ kam super bei den Gästen an. Dass sie auch leiser können, bewies Woiners Darbietung von „Über sieben Brücken“. Mehr als drei Stunden und mit ein paar Zugaben begeisterten die Sänger und Sängerin gemeinsam mit Bassist Günter Gevers, Gitarrist Rainer Beckmann, Drummer Christian Kallweit und Peter Pade am Keyboard die Zuhörer. Während der Zeit testeten sich die Besucher durch die Getränkekarte.

Da am Samstag kein Auftritt geplant war und das Wetter erneut kalt und regnerisch war, sagten die Organisatoren den letzten Abend des Bierfestes kurzerhand ab.

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