Höhepunkt des Twistringer Ziegelei Open Air / 1400 Fans am zweiten Abend

„Ten Years After“ legen einen grandiosen Auftritt hin

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Frontfrau Francis Tobolsky und die junge Heavy Retro Rock Band "Wucan" aus Dresden rocken seit vier Jahren die großen Bühnen.

Twistringen - Von Sabine Nölker. Als sich am späten Samstagabend langsam die Dunkelheit über das Festivalgelände an der alten Ziegelei senkte, legten „Ten Years After“ einen grandiosen Gig hin.

Bassist Colin Hodgkinson bewies, dass die Band, der er seit einigen Jahren angehört, auch 47 Jahre nach Woodstock noch immer zu den außergewöhnlichsten und besten Vertretern ihrer Zunft zählt. Neu-Frontman Marcus Bonfanti haute die rund 1400 Besucher vor allem mit seiner Stimme um. Das Quartett mit Schlagzeuger Ric Lee und Chick Churchill am Keyboard war für viele das Highlight des zweiten Festivaltages.

Zu diesem Zeitpunkt hatten bekannte und bislang noch unbekannte Bands ihre Auftritte bereits hinter sich. Sie alle hatten eines gemeinsam: Sie begeisterten mehr als 1400 Menschen von 14 bis weit über 70 Jahren. „Wir sind extra aus Bremen gekommen, um die Woodstock-Legenden von Ten Years After zu hören“, so der 68-jährige Rudi und seine Kumpane. „Sie haben uns nicht enttäuscht, sie sind einfach der Hammer.“

Ein Paar aus Recklinghausen hatte dagegen die Reise angetreten, um am Freitagabend die „Dead Lord“ zu hören. Die Schweden waren als Highlight am ersten Festivaltag angekündigt und hatten auch nicht enttäuscht. „Twistringen, you are wonderful“, zeigte sich Leadsänger Hakim Krim begeistert von der Kulisse. Er mischte sich nach dem Auftritt unters Publikum, um Selfies zu machen und Autogramme zu verteilen.

„Dieses Festival ist einfach klasse“, lobte Tom aus Oldenburg. „Ich komme seit drei Jahren hierher und bin immer wieder begeistert, was für tolle Bands die Organisatoren an Land ziehen.“ Ebenso angetan sei er von der fast familiären Atmosphäre, die auch auf dem Campingplatz herrsche.

Dort hatten Carsten Meyer und Mario Bartels am Sonnabendvormittag die Camper mit einem Frühschoppen überrascht. Die Lokalmathadoren „Bob der Bluesmeister“ sowie „Muckefuck und Schluck“ sorgten für Stimmung. Feste und flüssige Nahrung gab es. Damit das Warten bis zum ersten Auftritt am Nachmittag nicht zu lang wurde.

„Am besten hat mir das 15-Minuten-Solo von Drummer Kurtis Smith gefallen“, zeigt sich Markus Tegeler begeistert. Smith ist Schlagzeuger bei „The Brew“, die am Freitag als letzte Band die Bühne rockten. Das Trio aus dem nordostenglichen Grimsby spielte mit unbändiger Energie und gab gleich mehrere Zugaben. Doch auch die noch nicht so bekannten Bands wie „Final Resistance“ und die Hamburger Jungs von „Leave Ground“ am Freitag sowie „Knie 20 Doppelpack“ und „Pinski“ am Sonnabend, hatten nach ihren Auftritten mehr Fans, als vorher, weil sie alle mit toller Musik begeisterten.

Ziegelei Open Air 2016 - der Freitag

Insa „Pinski“ Reichwein faszinierte mit ihrer kraftvollen Stimme gleich mehrere Festivalbesucher, ebenso, wie vorher „Revolution-R“ mit Reggae, Ragga und Rap auf Französisch, Nouchi, Baoule, Guere und Deutsch. Die Musiker vereint der Spaß am Singen und Tanzen, was ihr Auftritt am Ende bewies.

Ziegelei Open Air 2016 - der Sonnabend

Als weitere Band für den Sonnabend standen „Wucan“ auf dem Programm. Die junge Heavy Retro Rock Band aus Dresden um Frontfrau Francis Tobolsky spielte bereits auf zahlreichen Konzerten und kann nach vier Jahren auf beachtliche Erfolge zurückblicken.

Ziegelei Open Air 2016 - der Sonntag

Traditionell endete das sechste Ziegelei Open Air mit dem Familientag am Sonntag. Fazit der Organisatoren: ein friedliches Festival mit mehr als 2 000 Besuchern an zwei Tagen, einem Campingplatz, auf dem sich Gäste aus ganz Deutschland trafen, nur wenige Einsätze für die ehrenamtlichen DRK-Sanitäterinnen und Sanitäter, zwei tolle Aftershow-Partys mit DJ Deichgraf sowie mit „Horst with no name orchestra“ als „Pausenfüller“.

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