Sturmschaden an St.-Anna-Kirchturm

Kopfloser Wetterhahn zur Reparatur

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In luftiger Höhe, 63 Meter über der Stadt: Der Torso des Kirchturm-Hahn wird abgebaut.

Twistringen - Von Theo Wilke. Seit den heftigen Frühjahrsstürmen saß der goldene Wetterhahn kopflos auf dem Turm der katholischen St.-Anna-Kirche in Twistringen. Der damalige Kaplan Marc Weber entdeckte das abgebrochene Haupt an einem Aprilmorgen im Innenhof. Inzwischen liegen Hahn und Kopf bei einer Fachfirma in Barnstorf zur Reparatur und Generalüberholung. Mitte September soll der komplette Hahn wieder auf dem Kirchturm erstrahlen.

Der Kopf sei damals „aufgrund eines Sturmschadens abgeweht“ und in den Innenhof der St.-Anna-Kirche gestürzt, berichtet Thorsten Weniger vom Finanz- sowie Gebäudeausschuss der Kirchengemeinde. Der Hahn werde jetzt überarbeitet, neu vergoldet und voraussichtlich im September wieder auf die Turmspitze gesetzt.

Erst vor einigen Tagen konnte der kopflose Hahn abmontiert werden. Warum erst jetzt? Thorsten Weniger dazu: Die Kirchengemeinde habe nach dem Sturmschaden zunächst die Versicherungsfrage klären müssen. Die Rede ist am Ende von einem Gesamtschaden in fünfstelliger Höhe.

Denn schon der Maschineneinsatz war sehr aufwändig. Zwei Mitarbeiter aus Thorsten Wenigers Unternehmen (Dach- und Fassadenbau) sowie ein 130-Tonnen-Kran mit Ballastfahrzeug – außerdem ein weiterer Ladekran zum Abbau – wurden eingesetzt. Zuvor musste noch ein Hindernis, ein falsch geparktes Fahrzeug, entfernt werden. Dann erst konnten die Fachleute in der Kran-Gondel 63 Meter in die Höhe fahren.

„Der Abbau hat nur ungefähr 20 Minuten gedauert“, erklärt Thorsten Weniger. Der Auf- und Abbau des 130-Tonnen-Krans habe dagegen einen ganzen Tag erfordert. Der Twistringer weiß, dass der Wetterhahn von St. Anna „von Vorfahren von Bruno Bellersen“ stammt. Die Kupferschmiede habe den Hahn um das Jahr 1870 angefertigt. Etwa 1930 sei das gute Stück überbeitet und „von meinem Uropa Hugo Weniger aufgesetzt“ worden.

Die vorerst letzte Überarbeitung des Wetterhahns erfolgte im Zuge der Kirchenrenovierung im Jahre 1994.

Der 145 Jahre alte Hahn bestehe, sagt Weniger, aus zweimal zwei Millimeter dickem Kupferblech mit Blei-Einlage und ist vergoldet.

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