Sturm-Bilanz: Zwei Todesopferund13 Menschen zum Teil schwer verletzt

Scheunentor erschlägt 63-jährigen Twistringer

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In Schwarme drückten zerstörerische Sturmböen ein klaffendes Loch in ein landwirtschaftliches Gebäude.

Twistringen - Ein weiteres Todesopfer hat der Orkan im Landkreis Diepholz gefordert: Ein 63-jähriger Twistringer ist am Dienstag kurz nach 20 Uhr von einem Scheunentor erschlagen worden.

Wie die Polizei gestern berichtete, lösten starke Böen des Orkans „Niklas“ auf dem Grundstück des 63-Jährigen ein großes Scheunentor. „Der 63-jährige Twistringer, der in unmittelbarer Nähe stand, wurde von dem Tor erschlagen. Er starb noch an der Unfallstelle“, berichtet die Polizei über den tragischen Unglücksfall. Kräfte der Ortsfeuerwehr Twistringen unterstützten die Beamten bei ihrem Bergungseinsatz.

Bereits am Montag starb ein 43-Jähriger auf der Kreisstraße zwischen Twistringen-Borwede und Heiligenloh, nachdem eine Windböe einen Unfall ausgelöst hatte. Vier weitere Insassen wurden schwer verletzt. Nur einen Tag später lösten heftige Windböen zwei weitere Unfälle in Diepholz und Bassum aus, bei denen insgesamt neun Menschen (fünf Kinder und vier Erwachsene) zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Damit verletzten die Stürme „Mike“ (Montag) und „Niklas“ (Dienstag) insgesamt 13 Menschen im Landkreis Diepholz. Damit nicht genug:

In nur 48 Stunden mussten die Feuerwehren insgesamt 197 Einsätze bewältigen, bilanzierte Kreisfeuerwehr-Pressesprecher Matthias Thom. „Bei den meisten Einsätzen blieb es zum Glück bei Sachschäden“, so Thom. Immer wieder sorgten umstürzende Bäume für Gefahren – vor allem dann, wenn sie auf Häuser zu fallen drohten. Einsatzschwerpunkte seien allerdings „Bäume auf Autos und Bäume auf Straßen sowie herumfliegende Teile“ gewesen, so Thom. Die Einsatzkräfte aus allen 15 Städten und Gemeinden im Landkreis waren gefordert. Wie bereits berichtet, hatten Torsten Meyer als Chef der Rettungsleitstelle im Landkreis und Kreisbrandmeister Michael Wessels ein flächendeckendes örtliches Alarmierungskonzept organisiert. „An einem zentralen Punkt in den Städten und Gemeinden wurden die Einsatzkräfte zusammengezogen“, berichtete der Kreisfeuerwehr-Pressesprecher. Bis gegen 21 Uhr am Dienstag galt im Landkreis diese Regelung, die speziell für Großschadenslagen ausgelegt ist.

sdl

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