Hochzeitswald Twistringen existiert seit 1996 / Hedwig Harms seit Beginn dabei

Ein stattliches Stück Natur im Herzen der Stadt

2003 wuchs der Twist ringer Hochzeitswald auf seine volle Größe an – seitdem hat es nur noch Nachpflanzungen für eingegangene Bäume gegeben. · Repro: Nölker
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2003 wuchs der Twist ringer Hochzeitswald auf seine volle Größe an – seitdem hat es nur noch Nachpflanzungen für eingegangene Bäume gegeben.

Twistringen  - Von Marvin Köhnken. Zierapfelbäume stehen zu beiden Seiten des Weges im Twistringer Hochzeitswald. Zahllose andere Baumarten komplettieren das Bild, das sich Besuchern bietet, die zwischen Brunnenstraße und Langenstraße auf dem Areal unterwegs sind. Seit 1996 wachsen dort die ersten Bäume, die Pflege vieler Hände macht den Fortbestand der Anlage möglich.

Eine, die seit Anfang an dabei ist und sich für den noch jungen Wald engagiert, ist Hedwig Harms. Die Twistringerin war im Herbst 1996 dabei, als die ersten Setzlinge gepflanzt wurden.

Und sie wird auch heute dabei sein, wenn es darum geht, die Bäume während eines Arbeitseinsatzes auf den kommenden Frühling vorzubereiten. Entsprechend genau erinnert sie sich an die Geschichte des Waldstücks.

„Dort, wo heute die Bäume stehen, lagen damals Weiden, die von der Stadt gekauft und als eine Grünfläche zusammengefasst wurden“, erzählt Harms. Zusammen mit Jochen Kunst hat sie die Arbeiten organisiert, Manfred Blome war als Gartenbauexperte mit dabei. Spenden des Heimatvereins und der Werbegemeinschaft GUT haben die Paare bei der Beschaffung der Pflanzen finanziell unterstützt.

„Die Idee entstand, als wir uns in der Region umgesehen haben – solche Konzepte gibt es in ähnlichen Formen an vielen Orten.“ So zum Beispiel in Stuhr: Den Babywald gibt es dort schon mehrere Jahrzehnte.

Mittlerweile kümmert sich Hedwig Harms als Teil der Agendagruppe „Stadtentwicklung und Landschaftspflege“ um den Hochzeitswald. Auch die Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins Twistringen engagieren sich für die grüne Zone inmitten der Stadt. „An jährlichen Pflanztagen beteiligten sich bis 2003 regelmäßig junge Ehepaare und Ehejubilare“, weiß Hedwig Harms.

Seitdem befinden sich 82 Bäume fast jeder Art im Hochzeitswald. „Einige Bäume sind eingegangen und mussten ersetzt werden.“ Einige Paare traf diese Unglück sogar mehrfach. Unermüdlich sind viele bis heute aktiv und kümmern sich darum, neue Gewächse zu pflanzen.

„Der Wald ist komplett“, sagt Harms. „Denn die Bäume sollen ja auch noch wachsen und brauchen ausreichend Platz.“

Mit Freude denkt Hedwig Harms an die zahlreichen Veranstaltungen, vom Heigln bis zur Konzert-Veranstaltung, die im Hochzeitswald organisiert werden. Es sei schön gewesen zu sehen, wie die Vereine beim Kreisschützenfest auf dem Gelände zusammenkamen, erinnert sich Harms.

Heute ist die Mitbegründerin des Waldes wieder im Einsatz: Ab 9 Uhr greifen sie und viele Helfer zu ihren Werkzeugen und bringen unter anderem Schutzvorrichtungen gegen Kaninchen an und stutzen die Äste der Bäume.

Freiwillige werden gebeten, Astschere, Rosenschere und eine kleine Leiter für die Arbeit mitzubringen.

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