Stadtschülerrat hat sich neu gegründet / School‘s-out-Party im Schwimmpark

Gemeinschaft der Gleichen

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Vorfreude auf das Fest im Schwimmpark bei Bürgermeister Martin Schlake, Schwimmmeister Manfred Lauterbach, Stadtjugendpflegerin Claudia Möllenkamp und Schülern des Gymnasiums sowie der Haupt- und Realschule.

Twistringen - Von Maik Hanke. Gymnasiasten sind ignorante Streber? Haupt- und Realschüler sind dumm? Es ist an der Zeit, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen, fanden die Schüler des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums und der Haupt- und Realschule in Twistringen. Zusammen mit Bürgermeister Martin Schlake und Claudia Möllenkamp, Jugendpflegerin der Stadt, haben sie nun den Stadtschülerrat reaktiviert.

Zum Auftakt ihres Schaffens planen sie ein Fest im Schwimmpark. Für 22. Juli – zum Ende des Schuljahres – laden die Schüler zur gemeinsamen School‘s-out-Party ins Freibad ein. Es gibt Musik, Spiele, Turniere und Wasser-Attraktionen. Kinder kommen von 14 bis 19 Uhr, Jugendliche von 19 bis 23 Uhr. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen.

Dabei geht es einerseits um den Spaß – klar. Die Schüler wollen aber auch ein Zeichen setzen: gegen Vorurteile, für Toleranz.

Drei Jahre lang war der Stadtschülerrat inaktiv, vor drei Monaten hat er sich neu formiert. Bisher mit dabei sind 20 Schüler aus allen Altersgruppen. „Eine tolle Truppe“, sagt Claudia Möllenkamp. Für sie ist der Rat ein Herzensprojekt. Kinder und Jugendliche machen in Twistringen fast ein Viertel der Bevölkerung aus. Es sei wichtig, diese Gruppe öffentlich zu repräsentieren.

Auch Martin Schlake findet es „total wichtig, dass die Jugendlichen wahrgenommen werden, so wie sie sind“. Seit dem Bürgermeister-Wahlkampf im vergangenen Jahr gab es bereits die Idee eines regelmäßigen Austausches von Jugendlichen und Erwachsenen. Das Projekt war eines der „Hauptdinge, die zu Beginn meiner Amtszeit angeleiert werden sollten“, sagt Schlake. Die erste Resonanz sei überwältigend. „Ich glaub, da kann sich noch was entwickeln in den nächsten Jahren.“

Zum Beispiel „eine Gemeinschaft, ohne dass man weiß, von welcher Schule der andere kommt“, hofft Sandra Mbiyeya, Sprecherin des Gymnasiums. Ein gemeinsamer Treffpunkt sei wünschenswert. Das könnte das Jugendhaus sein, das die meisten Schüler bisher nur wenig kannten. „Da hat man die letzten Jahre echt was verpasst.“

Bürgermeister Schlake könnte sich zukünftig auch politische Projekte der Schüler vorstellen, etwa zu den Kommunalwahlen im kommenden Jahr. Bereits jetzt sitzen zwei Schüler im Ausschuss für Bildung, Soziales und Kultur, einer von ihnen ist sogar stimmberechtigt.

„Ich hoffe, dass ihr mich nicht vergesst. Ich möchte gerne regelmäßig dabei sein“, sagt Schlake. Möllenkamp freut sich über die „tolle Wertschätzung“. Es sei ein Novum, dass sich ein Bürgermeister so engagiert.

Wichtig dafür, dass das Projekt nicht im Sande verläuft wie der letzte Stadtschülerrat, ist, dass es weitergetragen wird in die kommenden Schüler-Jahrgänge. Aber das ist Zukunftsmusik. Wenn das Fest im Schwimmpark gut ankommt, wolle die Gruppe in diesem Jahr noch ein „Ding“ drehen, sagt Möllenkamp. Was das sein wird, ist aber noch geheim.

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