Erweiterung ab Herbst

Nicht genug Kita-Plätze: Stadt braucht dritte Krippengruppe

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Kita St. Josef am Weltkindertag 2017: An der Steller Straße gibt es auch in der Kita St. Marien nur noch einige freie Plätze. 

Twistringen - Von Theo Wilke. Vereinzelt gibt es noch freie Plätze für Drei- bis Sechsjährige, aber die Nachfrage steigt weiter: In Twistringen werden im Herbst weitere Kita- und Krippenplätze benötigt. Die Stadt möchte dazu Räume anmieten. „Die Ideen gehen in alle Richtungen“, so Sonja Rabbe vom Fachbereich Familie und Soziales am Donnerstagabend im Ratsausschuss. Das Gremium sprach sich für die Schaffung einer dritten Krippengruppe und die Erweiterung der Tagespflege „in anderen Räumen“ (wie in der Schatzinsel) aus.

Für Ein- bis Dreijährige gibt es eine Warteliste, die laut Rabbe durch die Ausweitung der Kindertagespflege nicht abgedeckt werden kann. Mit Zahlen untermauerte Rabbe, wo es hakt: Bei 313 Kinder bis zu drei Jahren werden 125 Plätze benötigt, es sind aber nur 93 vorhanden. – Bei 206 Kindern von ein bis drei Jahren sind 124 nötig und nur 93 vorhanden. – Für 327 Drei- bis Sechsjährige gibt es bislang 320 Kitaplätze.

Die Anmeldefrist ist verstrichen, aber Rabbe rechnet mit weiteren Anmeldungen. Gerade im Krippenbereich geschieht dies oft unabhängig vom Beginn des Kita-Jahres. Sondern richtet sich nach Aussage Rabbes danach, wann ein Kind ein Jahr alt wird und das Elterngeld ausläuft. Hinzu kommt, dass der Kindergartenbesuch ab Herbst komplett beitragsfrei sein soll.

Im Stadthaushalt werden zusätzlich 10 000 Euro veranschlagt, um die unter Dreijährigen unterbringen zu können. Der Mini-Club in Mörsen will zum Sommer die Betreuung wieder auf fünf Tage ausweiten, um Krippe und Kindergarten zu entlasten.

Unter dem Vorsitz von Jürgen Schulze (Bündnis90/Die Grünen) stimmte der Ausschuss für Bildung, Erziehung, Senioren und Soziales einmütig für die Anmietung von zusätzlichem Raum zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. Auf jeden Fall brauche die Stadt neben den zwei Krippengruppen im Haus der Kita St. Marien, Steller Straße, eine dritte Gruppe.

„Wir sollten größer denken“

„Dafür kommt die Kita St.  Marien in Betracht“, so Sonja Rabbe. Bereits 2017 sei das Nachbargebäude, St.-Annenstraße, gekauft worden, um sich „weitere Handlungsmöglichkeiten offen zu halten“. Allerdings müssten Umsetzung und Möglichkeiten in bisherigen Gebäuden überprüft werden – auch die Frage nach Landesfördermitteln sowie nach der wirtschaftlichsten und besten Lösung, betonte Sonja Rabbe.

Katrin Schwarze (CDU) meinte darauf: „Wir sollten lieber größer denken, damit es uns nicht so geht wie mit der Grundschule am Markt. Hier noch ein Raum und da noch ein Raum. Und dann geht plötzlich nichts mehr.“

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