Siebtklässer der Twistringer Realschule interpretieren Leonardo da Vincis wohl berühmteste Zeichnung / Ausstellung im Rathaus

Der „vitruvianische Mensch“ heute in Jeans und T-Shirt

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Interpretationen zu Leonardo da Vincis „Mensch“ im Twistringer Rathaus.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Ich dachte, das wäre ein Pirat“, erinnert sich Elisabeth Michel an eine frühere „Begegnung“ mit dem italienischen künstlerischen Genie Leonardo da Vinci. Die Realschülerin (13) aus Twistringen hatte ihn auf einer Ein-Euro-Münze entdeckt. Besser gesagt: seinen „vitruvianischen Menschen“. Im Kunstunterricht 2014 malte sie ihn dann auch als Piraten. Die Interpretation von Mitschüler Mark von der Wellen (14): da Vincis Mensch von heute in blauer Jeans und grünem T-Shirt.

24 Realschüler hatten sich im vergangenen Jahr gemeinsam mit Klassen- sowie Fachlehrerin Julia Dier mit Leonardo da Vinci beschäftigt. Die Basis war die Zeichnung des vitruvianischen Menschen (benannt nach dem antiken Architekten und Ingenieur Vitruvius), die um 1490 entstand und einen Mann mit ausgestreckten Extremitäten in zwei überlagerten Positionen zeigt.

Das Ergebnis ist bis zum 29. Mai im Rathaus zu sehen. Bei der Eröffnung der Ausstellung gestern Morgen freute sich Twistringens Kulturbeauftragte Katja Bischoff über die individuellen Arbeiten der heutigen R7a. „Das setzt auch viel Mut voraus, sich an ein solch schwieriges Thema zu wagen. Aber ihr durftet euch frei entfalten, ohne enges Korsett“, lobte Bischoff. Sie hatte am Morgen gerade eine Euro-Münze mit dem Da-Vinci-Motiv in ihrer Geldbörse entdeckt. Das zeige auch die Wertschätzung des Genies in seinem Heimatland. Bischoffs Bitte an die Jugendlichen: „Seid weiter kreativ, und übt euren Geist.“

Zum Kunstunterricht war ein Malwettbewerb des Bremer Unternehmens Hansa-Flex im Rahmen der Wanderausstellung „Leonardo da Vinci – Exploring Arts & Science” gelaufen. Daran konnten Schulklassen der Stufen 5 bis 8 teilnehmen. Zwei Arbeiten wurden von der Twistringer Realschule eingereicht. Dass es nicht für einen Siegerplatz reichte, hat die Schülerinnen Elisabeth Michel und Larissa Matzer nicht enttäuscht.

Sie freuten sich gestern wie ihre Mitschüler über die wertschätzende Ausstellung im Rathaus. Dort sind die Arbeiten, jeweils auf kleinen Holztafeln, zu bestaunen. Dafür haben die Siebtklässler unter anderem Kohle, Temperafarben, Bunt-, Blei- und Filzstifte sowie Baumrinde benutzt. „Ich bin begeistert, was im Unterricht entstanden ist“, betonte Lehrerin Julia Dier.

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