Selbstversuch Lach-Yoga im Twistringer Hochzeitswald endet viel zu schnell

Ich lach‘ mich schlapp

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Typische Yoga-Übungen gehören auch beim Lach-Yoga dazu.

Twistringen - Von Sabine Nölker. Am Sonntag hat sich unsere Mitarbeiterin Sabine Nölker auf ein Experiment eingelassen. Um kurz nach halb 2 macht sie sich auf den Weg in den Hochzeitswald. Zum Weltlachtag wird dort erstmalig Lach-Yoga angeboten. Die Veranstalterin Judith Habermann kennt sie bereits seit ihrer Kindheit. Eine fröhliche Frau. Ob Lach-Yoga ihr Geheimnis ist? Nölker ist skeptisch, was auf sie zukommt.

Mit mir sind noch 26 Erwachsene und elf Kinder gekommen. Einige von ihnen wissen auch nicht, was sie erwartet, andere sind ganz euphorisch, da sie das Lach-Yoga bereits kennen. „Du musst dich nur darauf einlassen“, rät mir Michael Jürgens. „Ich hatte nach dem ersten Mal drei Tage Muskelkater vom vielen Lachen.“ Toll, Schmerzen und womöglich auch noch Falten? Egal, mitgehangen, mitgefangen.

Dann geht es los. Wir stellen uns im Kreis auf und fassen uns an den Händen. Auf Druck der linken Hand von Seiten unseres Nachbarn, sollen wir anfangen, herzhaft zu lachen. Mit der rechten Hand geben wir das Lachen weiter.

Bereits nach den ersten Lachern kann ich mich nicht mehr halten. Macht Spaß, denke ich, und mir kommen die ersten Tränen. Kurze Zeit später lachen wir gemeinsam mit vielleicht Tausenden auf der ganzen Welt. Ist ja weltweiter Lach-Tag.

Als nächstes probieren wir Lach-Handys und -Bücher aus. Die Scheu verschwindet – ich mache einfach mit. Als die Männer dann einen Lach-Tanz aufführen, kann ich mich nicht mehr halten. Gott, ist die Welt schön, denke ich.

Das Lach-Battle zwischen Erwachsenen und Kindern fällt unentschieden aus. Es folgen weitere Übungen, nicht nur Lachübungen, sondern auch Meditation und Sporteinlagen. Inzwischen haben sich immer mehr Spaziergänger unserer Gruppe angeschlossen. Einige bleiben in sicherer Entfernung stehen und gucken zu.

Überwindung kostet mich es kurz darauf, in „Giberisch“ zu reden, einer Sprache, die es nicht gibt. „Albern“, denke ich noch, als mir schon die Ersten entgegenkommen und mich unverständlich vollquatschen. .

Leider war nach einer Stunde und einer abschließenden Entspannungsrunde alles viel zu schnell vorbei. Aber: Ich fühle mich nicht nur glücklich und erfrischt, ich habe auch neue Energie getankt.

Aufgekratzt fahre ich zum 50. Geburtstag eines Freundes und mische die Feier auf. So viel wie am Sonntag habe ich lange nicht mehr gelacht. Es hat mir und meiner Seele gut getan.

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