Wanderausstellung im Twistringer Rathaus

„Selbsthilfe – ein Gesicht geben“

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Neue Ausstellung im Rathaus (v.l.): Birgit Klingbeil, Sabine Strack, Ursula Dell und Heike Harms. 

Twistringen - Von Ilka Rickers. „Es gibt ein Leben nach dem Krebs. Jeden Tag als ein Geschenk leben“, sagt Heidrun Scholz. Sie möchte anderen Menschen nach einer Krebserkrankung neuen Mut machen. In einer Frauen-Selbshilfegruppe hat sie sich mit anderen Betroffenen ausgetauscht. Mit der Wanderausstellung „Selbsthilfe – ein Gesicht geben“ möchte die Selbsthilfe-Kontaktstelle KIBiS im Landkreis auf das Thema aufmerksam machen. KIBiS steht für Kontakt, Informaktion, Beratung im Selbsthilfebereich.

Heidrun Scholz ist eine von elf Betroffenen, die sich für die Ausstellung fotografieren ließen und in den nächsten sechs Wochen im Foyer des Twistringer Rathauses zu sehen sind.

KIBiS-Leiterin Ursula Dell und Erste Stradträtin Birgit Klingbeil eröffneten am Dienstag die Ausstellung. „2015 haben wir anlässlich unseres 20-jährigen Bestehens Interviews mit Selbsthilfegruppen geführt, um ihnen ein Gesicht zu geben“, erinnert sich Dell. Die entstandene Fotoserie erhielt ein gutes Feedback. Daraus entwickelte sich dann die Idee einer Ausstellung.

Infos zum Thema liegen in verschiedenen Sprachen im Foyer des Rathauses aus. Twistringen ist die sechste von 15 Stationen im Landkreis. „Bisher wurde sie überall gut aufgenommen“, sagt Dell.

In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen, die ein persönliches Schicksal verbindet. Gemeinsam können Probleme besprochen und Wege zur Bewältigung gefunden werden. Dabei sind alle Mitglieder gleichberechtigt und unterstützen sich gegenseitig. Selbsthilfegruppen eignen sich nicht nur für Betroffene. Auch für Angehörige seien sie wichtig. Oft entstehen Konfliktsituationen zwischen Angehörigen und Betroffenen, weiß Dell aus Erfahrung.

In Twistringen gibt es derzeit lediglich eine gemischte Selbsthilfegruppe im Bereich Sucht, die bei KIBiS gemeldet ist. Darunter befinden sich Erkrankte mit Alkohol-, Medikamenten-, Drogen- und Spielproblemen. Laut Dell haben sich viele Twistringer in Nachbarkommunen Gruppen angeschlossen.

Um die Angebote bekannter zu machen, möchte Birgit Klingbeil auf der Homepage der Stadt auf die KIBiS hinweisen. „Wir sind gut vernetzt und in allen Arbeitskreisen vertreten“, ergänzt Dell. „Wir können Menschen weiter vermitteln. Bis jetzt konnten wir jedem was an die Hand geben.“

Weitere Auskünfte können telefonisch auch in Barnstorf unter 05442/ 803670 eingeholt werden. Eine Liste zeigt auf, in welchen Bereichen Gruppen bestehen. Mehr Infos gibt es darüber auf der Internetseite der IGEL e.V.

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