„Sehnsucht nach dem Ureigenen“

Reinhold Beckmann und Band mit neuer CD

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Freispiel jetzt auf den Markt.

Twistringen - Von Theo Wilke. Den Sportschau-Moderator kennen Millionen, den Talk-Gastgeber und Reporter auch – aber weniger den Singer-Songwriter und Gitarristen Reinhold Beckmann. Der gebürtige Twistringer ist mit seiner Band seit sieben Jahren in Kulturhäusern und Clubs unterwegs. An diesem Wochenende kommt das neue Musikalbum „Freispiel“ des Wahlhamburgers (62) auf den Markt.

Einen Vorgeschmack haben hunderte Fans Ende Januar im Twistringer Gymnasium erlebt. In den kommenden Monaten sind die Musiker auf Deutschlandtournee. Reinhold Beckmann hat hervorragende Musiker um sich geschart: Gitarrist Johannes Wennrich, Bassist Thomas Biller, Schlagzeuger Robin McMinn und Multiinstrumentalist Jan-Peter Klöpfel (Trompete, Flügelhorn, Keyboards).

In seinen neuen Liedern erzählt Beckmann persönlich und hintergründig, was ihm im Alltag begegnet und manchmal aufstößt. Auch das Scheitern gehört dazu. Seine Melodien seien eingängig, sie stünden dem Jazz nahe. Im Grunde bewegen sich Beckmann und Band zwischen Jazz, Bossa Nova, Folk und Country-(Pop).

„Die Zeiten sind obskur“ heißt ein Titel. Beckmann hat Bob Dylans Klassiker „Things Have Changed“ ins Deutsche übertragen. Mit insgesamt zwölf neuen Titeln hat sich der 62-Jährige freigespielt. So farbenfroh und bilderreich wie Beckmanns lässige Midtempo-Songs und Balladen seien auch seine Texte, heißt es auf seiner Internetseite.

Liebeserklärung an die Kleinstadt

„Twistringen“ ist demnach eine Liebeserklärung an die Kleinstadt, in der Beckmann seine Kindheit verbracht hat und „trotz aller Spießigkeit die schrägen, manchmal wilden Siebziger Jahre erleben durfte. Es war keine einfache Zeit, und der wichtigste Trost war die Musik. Je älter ich werde, umso mehr erwischt mich die Sehnsucht nach dem Ureigenen.“

In Beckmanns Song „Da warn die Tage“ geht es um die schwierige Balance zwischen Nähe und Distanz, um Momente, wenn sich „die Erinnerungen in die Gegenwart schleichen und einen die kleinen Verletzungen des Lebens unerwartet treffen“, erklärt der Singer-Songwriter im CD-Klappentext.

Ganz wichtig ist ihm „Wohin in dieser Welt“. Der Text entstand, nachdem ein syrischer Flüchtlingsjunge (3) am Strand von Bodrum tot aufgefunden wurde.

Reinhold Beckmann: „Als sein Foto um die Welt ging, habe ich fest geglaubt, dass sich etwas ändern würde.“ Inzwischen spreche kaum jemand mehr darüber, obwohl 2017 mehr als 3 000 Flüchtlinge ertrunken seien. Der 62-Jährige packt auf der Freispiel-CD auch unbequeme Themen an.

www.reinholdbeckmann.de

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