Schwimmpark: Elisabeth Wellmanns Enkel sponsert Treppe und Spielgerät

Einstiegshilfe für die Uroma

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Vier Generationen freuen sich über die neue Einstiegshilfe im Twistringer Schwimmpark (v.l.): Elisabeth Wellmann, Waltraud Wellmann-Kuhangel und Henning Kuhangel mit Tochter Nela.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Das Wasser ist so warm wie zu Hause in der Badewanne“, schwärmt Elisabeth Wellmann. Die 92-Jährige hat erst als 50-Jährige das Schwimmen gelernt. Seitdem ist die Uroma von Nela Kuhangel (2) Dauergast – und die älteste Besucherin im Twistringer Schwimmpark. In diesen Tagen freut sich Elisabeth Wellmann über die neue Einstiegshilfe am Nichtschwimmerbecken.

Für die nagelneue Treppe hat Wellmanns Enkel Henning Kuhangel gesorgt. Der 35-Jährige ist Firmenschef der Freer Haustechnik aus Mallinghausen. Kuhangel hat dem Förderverein des Twistringer Schwimmparks an der Jahnstraße 1000 Euro gespendet. Davon werde die Einstiegshilfe bezahlt, erklärt Fördervereinsvorsitzender Peter Dünzelmann. Den Rest investiere man in die weitere Ausstattung der Babybadelandschaft mit Spielgeräten.

„Das Wasser ist 30 bis 35 Grad warm. Da liegen die Kleinen drin wie die Seehunde“, schmunzelt Dünzelmann. Die Baumaßnahme Babybadelandschaft sei allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Nach bedenklichen Hinweisen von einigen Eltern kümmere sich der Verein noch um offenkundig doch zu glatte Beckenflächen. Niemand wolle, dass sich Babys und Kleinkinder weh tun, versichert Dünzelmann. Und fügt hinzu: „Das ist aber schon alles genehmigt.“

In nächster Zeit sei noch etwas an der Technik zu tun, der Sonnenschutz fehle ebenso wie die Anpflanzungen rund um die Badelandschaft. Der Rasen ist nur provisorisch eingesät worden. Zur Begrenzung der Anlage soll vor dem Bepflanzen noch eine größere Menge an Erde aufgeschüttet werden.

Auch weiterhin sei der Förderverein auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, betont der Vorsitzende, während Uroma Wellmann wieder in die warmen Fluten steigt. Die sogenannte Schafskälte schreckt die rüstige 92-Jährige nicht ab.

Die Twistringerin, die heute noch gern näht und im eigenen Garten arbeitet, kommt vier bis fünfmal die Woche in den Schwimmpark und hält sich fit. Sie fährt auch noch mit dem Rad, oder sie wird von Tochter Waltraud Wellmann-Kuhangel gefahren.

Vier Generationen nutzen inzwischen begeistert den Schwimmpark. Tochter Waltraud konnte schon früh schwimmen. Gelernt hatte sie das als Sieben- oder Achtjährige, damals noch im alten Moorbad. Die heute 62-Jährige liebt das Aqua-Jogging, das der TV Heiligenloh anbietet.

Auch Sohn Henning und dessen zweijährige Tochter Nela mögen das Freibad und die Freizeitmöglichkeiten. „Nela war schon vor der Geburt hier – im Bauch ihrer Mama Sarah“, verrät Oma Waltraud.

„Früher waren wir mit der Familie jeden Tag hier“, erinnert sich Uroma Elisabeth an die Anfänge vor gut 40 Jahren, als das Twistringer Freibad am Steller Moor eingeweiht wurde. Und sie endlich das Schwimmen lernte: „Vorher war das nicht möglich. Da hatte ich keine Gelegenheit.“

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