Schulsozialpädagogin Maren Menke kümmert sich um Bildung und Teilhabe

Chancengleichheit schaffen

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Freuen sich: Sozialpädagogin Maren Menke und Schulleiter Jörg Lorenz.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Es macht mir hier ganz viel Spaß. Die Sozialarbeit ist auch total wichtig – und noch ausbaufähig“, sagt Maren Menke. Die Diplom-Sozialpädagogin aus Ehrenburg kümmert sich an der Twistringer Haupt- und Realschule um den Bereich „Bildung und Teilhabe“. Auch das Thema Schulverweigerer beschäftigt sie häufiger.

Im neuen Schuljahr möchte sich Maren Menke unter anderem für die Sprachförderung insbesondere bei Flüchtlingskindern einsetzen. „Es werden immer mehr“, weiß die Sozialpädagogin. Mehr Wert müsse auch auf Sozialtrainingskurse gelegt werden. Zwar sei im kommenden SchulJahr keine Projektwoche geplant. Aber an Präventionsprojekten zum Beispiel mit Vertretern von Jugendamt und Polizei möchte Maren Menke auf jeden Fall festhalten.

Für den September plant sie das nächste Seminar „Wir sind stark“ im evangelischen Gemeindehaus an der Bernhardstraße.

Und was macht eine Schulsozialpädagogin noch? Maren Menke: „Es geht um Lernförderung für Schüler, die einen Leistungsanspruch haben. Es geht um Chancengleichheit für einkommensschwache Familien, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“

Ein Großteil ihres Aufgabenfeldes machen Beratungsgespräche mit Eltern aus, denen eine Unterstützung zusteht. Die Schulsozialpädagogin hilft bei Zuschussanträgen, etwa für Schulmaterial, Klassenausflüge oder auch Tagesfahrten.

Erstaunt habe sie schon, wie viel an Problematik im Schulzentrum vorhanden sei, sagt die 37-Jährige. Nach Freistatt habe sie sich erst einmal umgewöhnen, die Haupt- und Realschule kennenlernen und mit dem Schulsystem und den Klassenverbänden klarkommen müssen. Dabei stellte die Ehrenburgerin fest, dass Schulsozialarbeit vielfältig ist, aber auch sehr belastend sein kann.

Geboren in Soltau und wohnhaft in Ehrenburg – verheiratet, zwei Kinder –, hat Menke die Katholische Fachhochschule in Osnabrück besucht, sie arbeitet seit 2004 in der Jugendhilfe und -pflege in der Einrichtung Bethel im Norden, zuletzt im Mutter- und Kindhaus.

Maren Menke ist von ihrem Arbeitgeber Bethel im Norden (Freistatt) aus über die Landkreisbehörde nach Twistringen abgeordnet worden ist. Seit Dezember vergangenen Jahres hat Menke am Schulzentrum einen 17,5-Wochenstunden-Job.

An der Haupt- und Realschule in Twistringen kümmert sich Menke um die Schüler von montags bis donnerstags, jeweils zu den Kernzeiten zwischen 8.30 und 12.30 Uhr. Ihre Kollegin, Andrea Schwialkowski (auch von Bethel und im Bereich der Hauptschulprofilierung beschäftigt) ist außerdem freitags in der Schule.

Dass die beiden neuen Schulsozialpädagoginnen „für gegenseitige Vertretungen sorgen und eine Kontinuität sicherstellen“, freut Schulleiter Jörg Lorenz.

Wenn Ende 2016 das Projekt „Bildung und Teilhabe“ auslaufen sollte, würde es Maren Menke nicht so treffen. Sie kann nach Freistatt zurückkehren.

Aber für andere Schulpädagogen sei die Situation unmöglich. Menke: „Solche Projekte sollten endlich entfristet werden.“

Die 37-Jährige erklärt sich solidarisch mit allen, die sich am 1. Oktober im Twistringer Rathaus (16 bis 19 Uhr zum Aktionstag Schulsozialarbeit versammeln und auf ihre Arbeit und die beruflichen Probleme aufmerksam machen möchten.

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