Flurbereinigung Ridderade-Stophel schreitet voran

Die ersten Wege sind dran

Freuen sich, dass es voran geht: (v.) Karl Heinz-Schütte (Geschäftsführer des Verbandes der Teilnehmergemeinschaften (VGT) Sulingen), Peter Karger (Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser), Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borcher, Arnd Brand (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Ridderade-Stophel), Frau Anna Muckelberg (Projektleiterin des Flurbereinigungsverfahrens Ridderade-Stophel ) und Bauleiter Klaus Thiele.
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Freuen sich, dass es voran geht: (v.) Karl Heinz-Schütte (Geschäftsführer des Verbandes der Teilnehmergemeinschaften (VGT) Sulingen), Peter Karger (Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser), Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borcher, Arnd Brand (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Ridderade-Stophel), Frau Anna Muckelberg (Projektleiterin des Flurbereinigungsverfahrens Ridderade-Stophel ) und Bauleiter Klaus Thiele.

Baumaschinen, aufgerissener Asphalt, Staub und jede Menge Schotter: Dieses Bild bietet sich derzeit zwischen den grünen Feldern in Ridderade-Stophel. Will man etwas verbessern, muss es eben manchmal erst ein wenig wüst aussehen: Die Schwafördener Baufirma Koldewei erneuert aktuell die ersten Wege im Rahmen der dortigen Flurbereinigung.

Den Beschluss dazu hat im August vergangenen Jahres die Teilnehmergemeinschaft Ridderade-Stophel gefasst. Dessen Vorsitzender Arnd Brand erklärt: „Wir fangen von außen her an. Zunächst sind die Straßen dran, die am häufigsten befahren werden. Ich glaube, damit erfassen wir auch die Straßen, die am marodesten sind.“

Karl Heinz-Schütte, Geschäftsführer des Verbandes der Teilnehmergemeinschaften (VGT) Sulingen, ergänzt: „Im Ganzen sollen etwa sechs Kilometer ausgebaut werden.“ Er ist zuversichtlich, im August einen Haken hinter die aktuellen Arbeiten an den Wegen setzen zu können. „Vielleicht kommen dann noch Kleinigkeiten, aber das Gros sollte geschafft sein.“

Im nächsten Jahr geht es weiter

Weitere Wege wollen die Verantwortlichen in den beiden kommenden Jahren in Angriff nehmen. Manche werden etwas breiter, manche etwas schmaler. Die Ausbaubreite beträgt in der Regel drei Meter.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 940 000 Euro. Den Großteil zahlen die Europäische Union, der Bund und das Land. Sie steuern 75 Prozent der Summe bei. Die Stadt Twistringen übernimmt 15 Prozent und die Grundstückseigentümer teilen sich die restlichen zehn Prozent.

Die allgemeine Baustoffknappheit macht sich laut Bauleiter Klaus Thiele von der VGT Sulingen noch nicht bemerkbar. Er schließt aber nicht aus, dass es im Sommer schwierig sein könnte, an Asphaltschotter zu kommen – der sei dann häufiger knapp.

Große Akzeptanz in der Bevölkerung

Die Heiligenloher Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers freut sich, dass alles glattläuft: „Die Umsetzung hier funktioniert gut, es herrscht eine große Akzeptanz und das Verfahren wird von vielen Schultern getragen.“ Die meisten würden sich über die Bauarbeiten freuen. „An den Straßen ist 40 Jahre nichts passiert“, verdeutlicht sie.

Damals kam als Bindemittel noch Teer zum Einsatz. „Heute verwendet man Bitumen“, sagt Karl Heinz-Schütte. Denn: In Teer kommen Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) vor. Diese gelten als Schadstoff und sind im Straßenbau mittlerweile verboten. Die derzeit aufgerissenen Wege in Ridderade und Stophel gelten daher als belastet. Normalerweise würde man die alte Straße einfach durchfräsen und dann erneuern, nun muss die belastete Schicht entfernt und zur Deponie nach Bassum gekarrt werden.

Die Anlieger können über die holprigen Baustellen derzeit noch zu ihren Häusern rumpeln. Nur wenn die letzte Schicht auf die Straßen kommt, wird das für kurze Zeit nicht möglich sein.

Die Arbeiten an den Wegen gehen zügig voran. Bis das komplette Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen ist, wird es noch ein paar Jahre dauern. Denn dazu gehört weit mehr, als nur Wege zu erneuern. Einer der nächsten Schritte ist die Vermessung der Grundstücke, um den jeweiligen Wert herauszufinden und alles gerecht aufteilen zu können.

Naturschutz bei Flurbereinigungsverfahren

Gerecht soll es auch für die Natur zugehen. Mehr noch: Durch das Flurbereinigungsverfahren sollen Flora und Fauna unterm Strich profitieren. Als Ausgleich für verbreiterte Straßen oder anderweitige Versiegelungen dienen zum Beispiel neue Hecken oder Blühstreifen.

Im Zuge der Flurbereinigung wird auch eine Überquerung über die Varreler Beeke erneuert. Auch das kommt laut Schütte den Tieren zugute. Der Durchlass werde breiter. Dadurch würden sich darunter Tiere wohler fühlen.

Von Katharina Schmidt

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