Saisoneröffnung im Petit Musée

Lasse findet‘s einfach nur „schön“

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Andina Frey hat nicht nur das kleine Museum, sondern auch das Außengelände gestaltet.

Bissenhausen - Von Sabine Nölker. Mit einem Lächeln im Gesicht verfolgt Andina Frey am Freitagnachmittag die Eröffnungsrede von Jochen Tiemann alias Bafuß, Leiter des kleinsten Museums im Landkreis. Bescheiden sitzt die Künstlerin in ihrem Stuhl und vermittelt eine unglaubliche Ruhe und Kraft; wie das Petit Musée in den nächsten Wochen. Denn aus dem einstigen Bauwagen ist vorübergehend ein sakraler Raum mit Holzinstallationen, Malereien und Keramiken geworden.

Mehr als 20 Gäste begrüßt Bafuß zur Saisoneröffnung bei. „Ich hätte vor vier Jahren niemals gedacht, dass das Museum so lange steht“, freut er sich. 2011 sei die Idee aus dem Nichts entstanden, in diesem Jahr habe er nur einmal selber Gelegenheit, in dem Museum seine Kunstwerke zu zeigen. Die restliche Zeit stellen Künstler aus dem Bremer Raum aus.

Bafuß sucht nach Worten, um die Ausstellung Freys zu beschreiben. Sohn Lasse bringt es auf den Punkt: „Ich glaub‘, man kann dazu nur sagen: ,Schön‘“, so der Siebenjährige.

„Andina hat den Raum nicht nur mit Kunst gefüllt, sie hat ihn gestaltet“, so der Museumsdirektor. Sie habe auch den Außenbereich mit einbezogen. Dabei gestaltete die studierte Architektin und Innenarchitektin eine Tensegrity-Skulptur aus den Ästen einer Buche, die bei dem letzten Sturm aufs Haus zu stürzen drohte und von der Feuerwehr gefällt worden ist. Tensegrity ist eine Konstruktion eines stabilen Stabwerks, in dem sich die einzelnen Stäbe nicht berühren und lediglich durch Zugelemente miteinander verbunden sind. Im Petit Musée sieht es so aus, als wenn diese Skulptur wie ein Regenbogen eindringt.

Das Innere der Museums ähnelt einer bayrischen Kapelle. Die Ausstellung sei katholisch geprägt, thematisiere aber auch Heimweh und Sehnsucht.

„Mir ging es darum, dass Chaos, die Turbulenzen des Lebens außerhalb zu zeigen. Im Museum kommt man dann zur Ruhe“, beschreibt die 47-jährige Künstlerin ihre Intention. Im Inneren sei das entstanden, was sie mit Ruhe und Frieden verbindet. Ein grüner Teppich, der Gras darstellt, lädt zum Verweilen ein. „Hier kann der Besucher in sich kehren oder auch beten, wenn er möchte.“

Die Ausstellung kann noch bis zum 5. Juni besucht werden.

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