Rund 200 Besucher bei prächtigem Festkonzert in der St.-Anna-Kirche

Chor und Orchester eine Einheit

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Großes musikalisches Aufgebot in der Kirche mit Orchester, Chor und Solisten.

Twistringen - Von Anette Hoffmeier. Zum Gedenktag der Heiligen Cäcilia von Rom am 22. November hatte der Dekanats-Chor der katholischen St.-Anna-Kirche in Twistringen zu einem Festkonzert eingeladen. Der Chor führte zusammen mit dem Barockorchester Hamburg und Solisten sämtliche Werke auf, die der englische Barockkomponist Henry Purcell (1659-1695) zu Ehren der Cäcilia komponiert hatte.

So erklangen im ersten Teil des Konzertes die beiden Cäcilien-Oden „Ode on St. Cecilia's Day“ I (1683 entstanden) und II (1692). Schon bei diesen beiden Werken konnte man hören, warum Purcell als der bedeutendste englische Komponist seiner Zeit galt. Die 27 Sängerinnen und Sänger des Dekanats-Chores zelebrierten diese Stücke, in denen sich Chor und Solisten immer wieder abwechselten, mit den Orchestermusikern und den Solisten in großer Ausgewogenheit.

Das Orchester mit seinen Barockinstrumenten erklang sehr fein und klar, fast „durchsichtig“. Trotz Pauken und wunderbar intonationsreinen Trompeten war der Chor deutlich und klar zu hören, es entstand eine musikalische Einheit, sodass es eine Freude war, zuzuhören.

Die Solisten Veronika Winter (Sopran), Kai Wessel (Altus), Ulrich Cordes (Tenor) und Matthias Gerchen (Bass) harmonierten wunderbar miteinander, bestachen durch ihre klaren Stimmen und meisterten schwierige Passagen mit einer spielerischen Lockerheit. Nach einer kleinen Pause und einem „Gedicht an Cäcilia“ von Wilhelm Heinrich Wackenroder aus dem Jahr 1796, vorgetragen von Pastor Arnold Kuiter, erklangen „Te Deum“ und „Jubilate“, die beide für den Cäcilientag 1694 entstanden und die zu Purcells Meisterwerken gehören.

War man schon vom ersten Teil begeistert, so berauschte die Musik des „Te Deum“ die Zuhörerschaft noch mehr. Es wurde noch einmal festlicher, aber auch an manchen Stellen sehr innig und lautmalerisch. Der Chor unter der Leitung von Kantor Johannes Schäfer wirkte äußerst aufmerksam und engagiert. Schäfer meisterte die Leitung des Abends bravourös. Und eine besondere solistische Rolle kam der Twistringerin Beate Gehrken zu. Sie sang ein kurzes Duett mit Veronika Winter, welches angenehm ausgewogen und frisch wirkte.

Nach dem brillanten „Glory be to the Father“ und dem finalen „Amen“ des „Jubilate“ wurden die Mitwirkenden von den etwa 200 Zuhörern mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations belohnt.

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