Start auch ohne eigene Halle

„Der Reit- und Fahrverein soll weiterleben“

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Der Vorstand des Reitvereins (v.l.): Dana Brunkhorst (Schulkinderreitunterricht), Krista Peres Sanchez (Schriftführerin), Christiane Ferderer (2. Vorsitzende), Nicola Diedrich (Pressewartin), Karl Meyer (1. Vorsitzender), Andrea Greve (Westernreiten), Anke Lammert (stellv. Kassenwartin), Horst Kramer (Kassenwart), Heinz Schütte (Fahren), Dorothea Hoffmann (Distanzreiten, stellvertretende Schriftführerin) und Fenja Ehlers (Voltigieren).

Twistringen - Von Theo Wilke. „Es gibt eine große Zustimmung. Der Reit- und Fahrverein Twistringen soll weiterleben – auch ohne eigene Reithalle“, betont Vorsitzender Karl Meyer aus Marhorst. Nach einem turbulenten vergangenen Jahr kehrt offenbar wieder Ruhe ein. In einer benachbarten Reithalle hat der reguläre Western-Reitunterricht wieder begonnen. Der Vorstand lenkt den Fokus besonders auf die Jugendarbeit.

Im Februar musste der 119 Mitglieder zählende Reit- und Fahrverein nach neun Jahren sein bisheriges Domizil, die Reithalle Buschmann, nach einer Güteverhandlung und einem Vergleich vor der 2. Zivilkammer des Verdener Landgerichts verlassen. Mehrmalige Kündigungen und letztlich eine Räumungsklage durch die Hallenbesitzer beschäftigten den Verein im vergangenen Jahr. „Wir haben geräumt und gereinigt und die Halle mit Rechtsbeistand problemlos übergeben“, berichtet Vorsitzender Meyer. „Wir wollten die langwierigen Querelen beenden.“

Anhängig ist noch ein Rechtsstreit am Verdener Landgericht. Nach einem Urteil des Amtsgerichts Syke sollte eine frühere Kassenführerin rund 1400 Euro an Honoraren für Buchhaltungsaufgaben an den Verein zurückzahlen, der die Tätigkeit als „Ehrenamtsaufgabe“ sieht. Die Betroffene ist in die Berufung gegangen.

Entschlossene Mitglieder

Bereits im Herbst hatten die Mitglieder deutlich gemacht, dass man auch ohne eigene Halle weitermachen wolle und entschlossen sei, sich weiterhin an Aktivitäten auf Kreisebene zu beteiligen. Geplant sind bereits Reitertage mit und ohne Übernachtung sowie Seminare über den Verband der Reiter und Fahrer (VFD). Mittelfristig können sich Meyer und Pressewartin Nicola Diedrich erneut Events in einer Reithalle vorstellen. Diedrich freut sich über „einen großen Zusammenhalt im Verein“. Für das Frühjahr richten Mitglieder einen Reitplatz auf Sand her.

Ganz wichtig ist dem Vorstand die Zukunft der Voltigierer. 28 Kinder und Jugendliche trainieren in der von Familie Petermeyer in Mörsen zur Verfügung gestellten Reithalle. Meyer: „Wir sind am Brink gut aufgenommen worden. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Neue Internetseite in der Mache

Zurzeit wird eine neue Internetseite aufgebaut. Der eingemottete Schaukasten des Vereins soll bald wieder an zentraler Stelle platziert werden. Alle Mitteilungen laufen übers Internet. Noch fehlende E-Mail-Adressen sollten direkt an den Vorstand weitergegeben werden.

Laut kassenwart Horst Kramer ist der Reitverein finanziell gut aufgestellt. Die Jugend könnte mit der Anschaffung eines neuen Voltigierpferdes unterstützt werden, heißt es. Trotz abgesenkter Jahresbeiträge bleibe der Verein liquide. Erwachsene zahlen statt 60 noch 40 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren statt 40 noch 20 Euro.

Für zwei Jahre bestätigt sind der Vorsitzende und der Kassenwart. Neu im Amt: Vize-Kassenwartin Anke Lammert und Vize-Schriftführerin Dorothea Hoffmann. Bei den Sparten gab es eine Neuerung: Fenja Ehlers leitet jetzt das Voltigieren.

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