Abschiedskonzert der Tournee

Miu reißt Gäste von den Stühlen

Mehrere Monate war Miu im Rahmen ihrer „Watercoloured Borderlines“-Tour unterwegs. Twistringen markierte den Schlussakkord. Die Band überzeugte im Gymnasium. - Foto: Ilka Rickers

Twistringen - Von Ilka Rickers. Die Band Miu hat beim Abschlusskonzert ihrer „Watercoloured Borderlines“-Tour in Twistringen noch einmal ihr Können unter Beweis gestellt. Im Gymnasium überzeugte die Hamburger Formation am Wochenende auf ganzer Linie.

Kulturbeauftragte Katja Bischoff erklärte, sie sei froh, diese „tolle junge Gruppe“ für das Konzert gewinnen zu können. „Die Frontfrau hat eine unglaubliche Stimme“, sagt Bischoff. Und die beweist das sofort bei ihrem ersten Song. Gemeinsam mit ihren vier Bandkollegen bildet Miu eine harmonische musikalische Einheit. Und zwar eine, die schnell ihre Fans im Griff hat: Bereits nach wenigen Songs riss es die Gäste begeistert von den Stühlen.

Seit August sind sie unterwegs. Ihr Gig in Twistringen ist der letzte dieser Tour. „Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss“, freut sich Keyboarder Joscha. Er und seine Mitspieler sind von Göttingen hierher gereist und über die Kleinstadt begeistert, die sie zuvor nicht kannten.

Dass ein kurzfristiger Wechsel zwischen den Musikern stattgefunden hatte, fiel dem Publikum nicht auf. „Es wechselt hin und wieder“, sagt Joscha und freut sich heute mal, seinen Kollegen John an der Gitarre zu sehen.

Die beiden harmonieren gut miteinander, haben sichtlich Spaß am Auftritt. Bleobenden Eindruck hinterlassen zudem Hajo am Bass und Jonas am Schlagzeug.

Aber auch Frontsängerin Miu schließt die Gäste sofort in ihr Herz. Nicht nur ihre charakteristische Stimme überzeugt, sondern auch ihre sympathische Art – und ihr norddeutscher Humor. Sie sucht den Kontakt zu den Besuchern. „Für alle Beteiligten macht es mehr Spaß, wenn man sich mal von den Stühlen bewegt“, ruft sie in die Menge, fordert das Publikum zum Tanzen auf.

Eine Frau steht auf, folgt ihrer Aufforderung – und bekommt von Miu einen begeisterten Applaus. Weitere Gäste folgen. So wird der hintere Teil der Aula zur Tanzfläche umfunktioniert, und die Tänzer werden fleißig von Miu angefeuert und ermutigt.

Auch Katja Bischoff freut sich über den gelungenen Abend. „Aufmerksam bin ich im Fernsehen auf Miu geworden“, erklärt sie. Bischoff sei froh, ein kontinuierlich abwechslungsreiches Kulturprogramm auf die Beine gestellt zu haben. Mit Miu habe sie eine „Ausnahmeband“ hergeholt, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehe. In Kooperation mit dem Manager habe sie sie noch einen freien Termin vereinbaren können.

Herausragend sei bei der Formation vor allem der Umstand, dass Miu noch „so viel Spielfreude“ habe. Genau das konnte zum Tour-Abschluss noch einmal ausführlich gesehen und gefühlt werden.

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