Regionalforum in Heiligenloh / Niedrigzinsniveau erschwert Geschäfte

Volksbank fördert Gehweg

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Ludger Ellert beim Volksbank-Regionalforum in Heiligenloh.

Heiligenloh - Von Theo Wilke. 2500 Euro hat die Volksbank Vechta locker gemacht für die neue Fußgängerampel in Höhe der Schulstraße in Heiligenloh. Sie stellt außerdem einen Grünstreifen ihres Baugebietes an der K101, zwischen den Wohnstraßen Harms Holt und Gartenstraße, für einen Gehweg-Anschluss und 10000 Euro zur Verfügung. Dies haben mehr als 80 Mitglieder auf dem Regionalforum der Bank für Heiligenloh-Drentwede erfahren.

Vorstand Ludger Ellert machte diese Woche deutlich, dass die Niedrigzinsphase die Bank unter Druck setze und bei den geringen Verdienstmargen schon Sorgen bereite. Man müsse über neue Kostenstrukturen nachdenken. Die Kasse in der Twistringer Filiale beispielsweise sei inzwischen nur noch vormittags geöffnet. Das habe unter den Kunden aber „keinen größeren Aufstand verursacht“. Es würden stetig weniger Bargeldgeschäfte erledigt.

Die Filiale in Heiligenloh wartet mit deutlichen Wachstumsraten auf. Dafür sprechen die Zahlen des Geschäftsjahres 2014. Vorstand Martin Kühling aus Vechta lobte die gute Quote für Heiligenloh. Soll heißen: Bei 2655 Kunden (Gesamtbank: 45230) und 1311 Mitgliedern (18020) sowie sechs Beschäftigten (172) bearbeitete die Filiale für Heiligenloh und Drentwede insgesamt 51 Millionen Euro (701) an Kundenkrediten und 43 Millionen (663) an Kundeneinlagen.

Nach einem Rückgang von 2,3 Prozent vor zwei Jahren legte die Filiale nun um ein Prozent bei den Krediten zu. Kühling betonte unter anderem, dass im Vergleich zum gesamten Geschäftsbereich der Volksbank (Zahlen in Klammern) Kredite in Heiligenloh nur zu 24 Prozent an Privat (34 Prozent), aber zu 30 Prozent (19) an das Gewerbe und sogar 36 Prozent (18) in der Landwirtschaft vergeben wurden. Dienstleistung und Freie Berufe machten nur 8Prozent (23) aus.

Die Kundeneinlagen stiegen im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um rund 6 Prozent an, im Jahr 2014 um 5,4 Prozent auf 43,1 Millionen Euro. Dazu kommen 7,8 Millionen für Wertpapiere. Zum Vergleich die Gesamtbank: 663 Millionen Euro an Kundeneinlagen plus 144 Millionen für Wertpapiere.

Insgesamt stieg die Bilanzsumme um 49 Millionen oder 5,3 Prozent auf 971 Millionen, die Kundenkredite vermehrten sich um 33 Millionen oder 5,1 Prozent auf 701 Millionen Euro.

Der Bilanzgewinn kletterte von 2,73 auf 2,82 Millionen. Kühlings Prognose: „Aber es wird durchaus schwieriger.“ Eine Ursache: Zinsen für Baugeld seien so günstig wie noch nie. Und: „Bauwillige sollten loslegen. Für Anleger ist die Situation aber ein Graus.“

Damit war der Vorstand schon beim Ausblick auf das Geschäftsergebnis für 2015. Die Volksbank Vechta werde weiter wachsen, bei anhaltender Kreditnachfrage. Trotz historisch niedriger Zinsen würden die Kunden mehr anlegen. Soweit sei das Betriebsergebnis noch zufrieden stellend.

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