Ratsmehrheit für DGH-Projekt

Maximal 100000 Euro für Marhorst

+
Twistringer Rathaussaal

Twistringen - Von Theo Wilke. Höchstens 100000 Euro als Zuschuss für das Projekt „Dorfgemeinschaftshaus Marhorst“ hat der Twistringer Stadtrat unter dem Vorsitz von Elke Horstmann (CDU) am Dienstagabend beschlossen – sofern die Kommunalaufsicht des Landkreises einer weiteren Kreditaufnahme für 2016 zustimmt. Außerdem hat der Rat in Sachen Flüchtlingsbetreuung eine Stellenaufstockung in der Verwaltung bewilligt.

Das Ratsvotum zum Marhorster Bauvorhaben (wir berichteten mehrfach) bestand aus drei Punkten. Nach 14 Ja- und vier Neinstimmen sowie drei Enthaltungen hat die Verwaltung den Auftrag, mit der Kommunalaufsicht im Oktober die Haushaltseckdaten der Stadt für 2016 abzustimmen. Mit 13 Ja- zu acht Neinstimmen sprach sich der Rat grundsätzlich dafür aus, das DGH-Projekt in Marhorst zu unterstützen. Schließlich votierten zwölf Mitglieder für und neun gegen einen Zuschuss bis zu 100000 Euro der förderfähigen Gesamtkosten.

Nach dem derzeitigen Stand des Gesamthaushaltes müsse man davon ausgehen, dass die Stadt als Antragstellerin die Maßnahme insgesamt über Kredite finanzieren müsse, so die Verwaltungsvorlage.

Wie berichtet, sind die Kosten für den Erweiterungsbau im Bereich des Sportlerheims inzwischen auf knapp eine halbe Million Euro veranschlagt. Davon würden etwa 214000 Euro fließen (43 Prozent) aus dem Landestopf und aus dem Stadtsäckel bis zu 100000 Euro fließen. Die Stadt würde die Restsumme von 184000 Euro (Marhorster Anteil) cofinanzieren. Die Dorfgemeinschaft plant, ihren Eigenanteil durch jährliche Pachtraten von etwa 10440 Euro zurückzuzahlen.

In der Debatte kritisierte Franz Jürgens (SPD), dass ihm der Anteil der Marhorster zu wenig sei, in anderen Orten habe sich die Dorfgemeinschaft mehr eingesetzt. Die SPD lehnte den 100000-Euro-Beschluss ab.

SPD und Grüne

lehnen ab

Auch so die Bündnisgrünen. Hermann Niederwestberg: „Wir sehen aufgrund der Haushaltslage die Priorität nicht bei Dorfgemeinschaftshäusern.“ Fraktionskollege Jürgen Schulze konnte die Forderung der Marhorster nachvollziehen, stellte aber in Frage, ob sich die Stadt den Zuschuss überhaupt leisten könne. Und: Wo ein Wille, da sei auch ein Weg. Schulze ist vom Konzept nicht überzeugt: „Da ist finanziell noch mehr möglich.“ Udo Helms (CDU) warnte sogar: „Mit diesem Zuschuss machen wir eine ganz große Tür auf.“ Andere Dorfhäuser seien ohne Unterstützung der Stadt entstanden. Er stimme nur mit „Bauchschmerzen“ zu.

Dieter Kalberlah (SPD) erinnerte an ein Schreiben der Kommunalaufsicht. Danach werde bei weiterer Kreditaufnahme der Twistringer Haushalt nicht genehmigt. Bürgermeister Martin Schlake wäre auch lieber gewesen, der Rat hätte noch nicht über die 100000 Euro abgestimmt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Hochwasser-Einsätze in vielen Gegenden

Hochwasser-Einsätze in vielen Gegenden

Werders erste öffentliche Trainingseinheit in Schneverdingen

Werders erste öffentliche Trainingseinheit in Schneverdingen

Meistgelesene Artikel

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Satteldiebstahl in Heiligenrode

Satteldiebstahl in Heiligenrode

Norwegischer Urlauber will Benzin holen und "tankt" beim Schützenfest in Stuhr

Norwegischer Urlauber will Benzin holen und "tankt" beim Schützenfest in Stuhr

Endgültiges Disco-Aus für das „Aero“?

Endgültiges Disco-Aus für das „Aero“?

Kommentare