Ratsfachausschuss für Um- und Anbau des Feuerwehrhauses am Standort

Nicht auf die grüne Wiese

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Das Twistringer Feuerwehrhaus soll bis 2018 umgebaut und erweitert und das Wohnhaus (r.) mitgenutzt werden.

Twistringen - Von Theo Wilke. Die Feuerwehr bleibt offensichtlich, wo sie ist: Wenn es nach dem einmütigen Votum des Feuerlöschausschusses im Stadtrat geht, wird das bisherige Domizil an der Konrad-Adenauer-Straße bis 2018 umgebaut und erweitert. Kostenpunkt: rund 850000 Euro. Die Schätzungen für einen Neubau liegen dagegen zwischen 1,8 und 2,6 Millionen Euro.

Der Bauausschuss wird sich am 14. Juli damit beschäftigen, danach der Verwaltungsausschuss. Der Stadtrat soll am 23. Juli darüber entscheiden, dass das Feuerwehrhaus umgebaut und erweitert wird und die für das Jahr 2016 erst vorgesehene Entwurfsplanung bereits in diesem Jahr umgesetzt wird. Finanziert wird dieser Schritt mit Haushaltsresten aus dem Straßensanierungstopf.

Den Auftrag soll das Architekten- und Ingenieurbüro Rainer Thieken aus dem nordrheinwestfälischen Dorsten erhalten, das zurzeit das neue Feuerwehrhaus in Sulingen plant. Die Twistringer setzen auf den hohen Sachverstand des Büros. Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen betont, dass der bisherige Standort zentral gelegen sei und das Vorhaben eine zukunftsfähige Lösung biete. Im Falle eines Neubaus auf der grünen Wiese, im Gewerbegebiet, etwa in den Weiden, würde es zeitliche Probleme beim Ausrücken geben. Dann wären Stelle oder Köbbinghausen zum Beispiel zu weit entfernt.

Im Feuerlöschausschuss am Dienstagabend unter dem Vorsitz von Werner Schütte (SPD) erinnerte Bürgermeister Martin Schlake daran, dass die Verwaltung Ende Oktober 2013 beauftragt worden sei, Varianten für einen Neubau beziehungsweise Umbau zu prüfen. Danach habe es intensive Gespräche auch mit dem Feuerwehrkommando gegeben. Letztlich habe man sich dann für einen Umbau- und Erweiterungsbau ausgesprochen.

Neben dem Dorstener Angebot lag auch ein Entwurf von einem örtlichen Planungsbüro vor. Dessen Kostenvoranschlag bewegte sich für einen Neubau mehr als 872000 Euro über den Thieken-Angebot, für einen Um- und Erweiterungsbau knapp 117000 Euro über den Ansatz von 850000 Euro der Dorstener.

Nach Absprache mit der Feuerwehr-Unfallkasse sind nun unter anderem geplant: eine neue Anordnung der Alarmstellplätze auf dem Gelände und die Modernisierung der Sanitäranlagen. Die Fahrzeughalle müsse nicht gedämmt werden, nur frostsicher sein, erklärten die Planer Christopher Neujoks und Alexander Thieken. Da könne man schon Geld sparen. Die alten Eisentore würden durch moderne Rolltore ersetzt und so mehr Platz zur Durchfahrt bieten. Ansonsten gehe es hier nur um Schönheitsreparaturen.

Geplant ist auch eine versetzte Aufstellung der Einsatzfahrzeuge, und daneben im neuen Anbau sind mehr als 80 neue Spinde für die Feuerwehrleute und sanitäre Anlagen vorgesehen.

Das bisherige Wohnhaus an der Konrad-Adenauer-Straße soll umgebaut werden, unter anderem für das neue Feuerwehrbüro (Erdgeschoss) sowie die Jugendfeuerwehr (Obergeschoss). Über die Möglichkeit des Eigenbedarfs seien die Mieter bereits informiert worden, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung.

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