St.-Anna-Komödianten erheitern 200 Zuschauer / Alle Vorstellungen ausverkauft

Premiere läuft wie am Schnürchen

Drei, die für Lacher sorgen (v.l.): Krimhilde (Anke Lührsen), Braut Mina (Edda Grewe) und Adele (Franka Bergmann). Foto: Sabine Nölker

Twistringen - Von Sabine Nölker. Das Theaterstück „Das darf doch nicht wahr sein“ hat alles, was zu einer guten Komödie dazugehört. Und die St.-Anna-Komödianten haben Akteure, die die Rollen perfekt umsetzen. So ist es kein Wunder, dass die ersten beiden Vorstellungen vor ausverkauften Häusern ein Erfolg auf der ganzen Linie waren.

Mehr als 200 Zuschauer kamen bereits in den Genuss, den Dreiakter von Erika Elisa Karg zu verfolgen. Mehr als 750 Besucher haben dies in den nächsten Wochen noch vor sich. Denn die Komödianten geben in diesem Jahr neun Vorstellungen, die bereits alle ausverkauft sind. „Es gibt nur noch vier Karten“, sagt Regisseurin und Souffleuse Rita Beuke. Sie ist stolz auf „ihre“ Truppe, denn die Premiere lief rund und ohne große Vorkommnisse. Kein Wunder, stehen die meisten der Akteure im 26. Stück auf den Theaterbrettern.

Das Lob geht an alle Schauspieler. Allen voran Franka Bergmann als Nervenseele Adele, die sich permanent mit ihrer Schwägerin Krimhilde alias Anke Lührsen einen offenen Schlagabtausch lieferte, wobei Lührsen ihr künstlerisch in nichts nachstand. Da sind die Lacher programmiert. Die Texte kamen sicher und präzise, die Mimik und Gestik war perfekt einstudiert. Bei so viel Präzision gab es auch Zwischenapplaus. Auch die weiteren Darsteller gingen in ihren Rollen auf. So nahm das Publikum Matthias Funke den verliebten Amtsboten Fridolin glaubhaft ab, Heiner Meyer den lange verschollenen Jakob, der nach 25 Jahren in Texas einen geradezu perfekten amerikanischen Akzent hinlegte. Edda Greve, die die etwas mollige und trottelige Tochter Mina von Adele verkörpert, zeigte sich mutig. Nicht nur, dass sie ihre Rolle super spielte, sie präsentierte sich auch in Klamotten, mit denen man sich nicht unbedingt in die Öffentlichkeit traut.

Kein Theaterstück ohne Liebe und Herzklopfen. In diesem Fall waren die frisch verliebten Krimhilds Sohn Thomas alias Steffen Thamm und Maike Lachmann, die in die Rolle der Polin Sophia schlüpfte. Zu guter Letzt fehlte noch der neue Bürgermeister Max (Bernhard Beuke), der Interesse an der Managerin Marion (Ilona Küpker) hat.

Beuke erklärte vor Beginn der Vorstellung, das die Begriffe „Schultes“ und „Büttel“ zu Missverständnissen führen könnten. Deshalb klärte sie vorab auf, dass „Schultes“ aus dem Süddeutschen kommt und „Bürgermeister“ bedeutet, sowie „Büttel“ eine altdeutsche Bezeichnung für „Amtsbote“ sei.

Schwer sei die Suche nach einem passenden Stück gewesen. „Wir wollten nicht schon wieder in einem Wohnzimmer spielen“, so die Regisseurin. Aber aufgrund der kleinen Bühne, habe man auch nicht viel Platz. „Dieses Mal schauen Sie direkt in das Vorzimmer des Bürgermeisters im Rathaus.“ Die Zuschauer applaudierten auch den Kulissenbauern und -dekorateuren sowie den Friseurinnen Antje Gade, Bianka Bergmann und Jutta Brunkhorst vom Salon Gade.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Autotest: Taugt der Ford Kuga als modernes Familienauto?

Autotest: Taugt der Ford Kuga als modernes Familienauto?

Fotostrecke: Erstes Werder-Training in der Coronavirus-Krise

Fotostrecke: Erstes Werder-Training in der Coronavirus-Krise

Autos, Bier und Zigarren - Wer "Corona" alles im Namen trägt

Autos, Bier und Zigarren - Wer "Corona" alles im Namen trägt

Auto fahren in Corona-Zeiten

Auto fahren in Corona-Zeiten

Meistgelesene Artikel

Homeoffice statt Abenteuer: Illustrator Torben Kuhlmann bereitet viertes „Mäusebuch“ vor

Homeoffice statt Abenteuer: Illustrator Torben Kuhlmann bereitet viertes „Mäusebuch“ vor

Landrat kritisiert in Corona-Krise Kritik den Status quo: „Wir sind Getriebene des Marktes“

Landrat kritisiert in Corona-Krise Kritik den Status quo: „Wir sind Getriebene des Marktes“

Umbau zur Tagespflege fast fertig

Umbau zur Tagespflege fast fertig

Rainer Zottmann stellt sich den Fragen der Leester Pastoren: „Corona ist keine Pest“

Rainer Zottmann stellt sich den Fragen der Leester Pastoren: „Corona ist keine Pest“

Kommentare