Fokus auf Hohe Straße 

Politiker beruhigen Eltern: „Das geht jetzt voran“

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CDU-Stadtrat Bernhard Kunst (r.) war einer der Redner beim Eltern-Infoabend in der Twistringer Grundschule am Markt.

Twistringen - Von Theo Wilke. Beim Raumprogramm der Twistringer Grundschule wird es keine Abstriche geben. Unabhängig davon ist zurzeit die Möglichkeit einer eigenständigen Grundschule an der Hohen Straße auf dem Prüfstand. Mehrere Standortalternativen können nicht gleichzeitig abgeklopft werden. Das würde für die Stadt zu teuer. In etwa drei Jahren könnte die Schulnot behoben sein. – Diese Kernaussagen haben rund 100 Eltern und Lehrkräfte vor Kurzem mit nach Hause genommen.

Zum Infoabend hatte Sascha Ohlig eingeladen. Der Elternratsvorsitzende der Grundschule am Markt ließ Bernhard Kunst (CDU), Horst Küpker (FWG), Sylvia Holste-Hagen und Heinfried Dießelberg (beide Bündnisgrüne) sowie Katrin Schwarze (CDU) zu Wort kommen. Vertreter von SPD und FDP fehlten.

Eine Zuhörerin kritisierte, vor Jahren sei das Thema behandelt worden. Warum das so lange dauere. Sie befürchte, dass die Politik wieder nur die Gemüter beruhigen wolle. Und die Resonanz aus der Elternschaft empfand sie als „jämmerliches Bild“. Wo seien die vielen Väter und Mütter, die draußen immer wieder über die Zustände an der Grundschule klagten?

„Standort Hohe Straße völlig ungeeignet“

Bernhard Kunst meinte, laut mehrheitlichem Ratsbeschluss arbeite die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis an einer Lösung für die Hohe Straße. Bei „vorsichtiger Tuchfühlung“ könne sich die CDU auch eine alternative Schulträgerschaft nach dem Beispiel Gymnasium (Schulstiftung des Bistums) vorstellen. Zweiflern erwiderte Kunst: „Das geht jetzt voran.“ Geklärt werden müsste zunächst, ob eine Sanierung der Altbauten an der Hohen Straße oder der Neubau einer einzügigen Grundschule möglich sei.

„Für die Kinder ist der Standort Hohe Straße völlig ungeeignet“, hieß es von Elternseite. Sie fürchten unter anderem verkehrliche Probleme, etwa beim Busbahnhof an der Feldstraße. Ob Synergieeffekte mit dem Schulzentrum – gemeinsame Fachräume und Mittagsverpflegung – zu schaffen seien, wurde gefragt. Kunst betonte, er vertraue da den Fachleuten.

Schulleiterin Marika Schröder-Geisler unterstrich, man müsse das Beste aus der Raumnot machen. Es gehe auch um den Einsatz des Personals und die Unterrichtsversorgung am Markt und in Scharrendorf. Schröder-Geisler hofft, dass dies bis zu den Osterferien entschieden ist.

Sanierung oder Neubau

Auf Nachfrage, ob es auch mehr Lehrkräfte geben werde, verneinte die Schulleiterin. Heute würden schon Lehrer von anderen Schulen abgeordnet, und das werde sich auch sobald nicht ändern.

Nur zum Teil kann sich Schröder-Geisler mit einem Standort Hohe Straße anfreunden. Bei der Umsetzung sieht sie noch große Probleme. Und: „Wir brauchen schon 2019 die neue Turnhalle“, sonst müsse das Sportangebot zurückgefahren werden. Fragezeichen standen auch Eltern ins Gesicht geschrieben, wenn es um die Begleitung der Kinder zum Bus, Pausenaufsicht und Ganztag geht – direkt neben der Haupt- und Realschule.

Horst Küpker warb für die Alternative „Neubau am Gymnasium“. An der Hohen Straße gebe es heute schon Probleme. Die FWG setzt sich für einen Neubau, zunächst zweizügig, und eine Turnhalle an der Nordfelder Straße hinter dem Gymnasium ein. Zwei Flächen sind in Privathand und verpachtet. Die Stadt müsste kaufen. Sylvia Holste-Hagen erklärte, es seien viele Varianten diskutiert worden. Jetzt werde erstmal geklärt: Sanierung oder Neubau an der Hohen Straße. Und laut Expertenmeinung seien die Gebäudealtlasten (Schadstoffe im Bodenbelag) kein Problem. Katrin Schwarze (CDU) warnte vor Luftschlössern, die die Stadt nicht bezahlen könne.

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