„Flutes & Percussion“ begeistern beim Mittsimmernachtstraum in der Konzertmuschel

Von Pink Panther bis Downtown

Die Zuhörer genießen die Melodien des Weyher Flötenorchesters. Foto: Riccardo Terrasi

Bassum - Von Riccardo Terrasi. Das Weyher Flötenorchester „Flutes & Percussion“ trat am Samstag im Garten der Freudenburg auf und lieferte eine innovative musikalische Performance. Die mehr als 300 Zuhörer machten es sich auf Bänken, mitgebrachten Campingstühlen oder Picknickdecken bequem, genossen Wein und Flammkuchen und lauschten bei herrlichem Wetter den Klängen der Blas- und Rhythmusinstrumente. Organisiert hatte den „Mittsommernachtstraum“ Claudia Voss als neue Kulturbeauftragte der Stadt Bassum gemeinsam mit dem Orchestermitglied Ulf Kehlenbeck.

Bei der Veranstaltung konnte sich das Publikum ebenso über poppige und klassische Stücke freuen wie über Tango und Musicalmusik. Unter der Leitung von Dirigent Marc Horstmann präsentierte das 45-köpfige Ensemble Klangerlebnisse der besonderen Art, denn ein reines Flötenorchester ist keine alltägliche Erscheinung.

Die Essenz des vielseitigen Klangspektrums sind Querflöten unterschiedlicher Typen, wie Piccoloflöte, Konzert-, Alt- und Bassflöte sowie eine in Orchestern nur selten eingesetzte, etwa 2,50 Meter lange Kontrabassflöte. Als Begleitung standen den Bläsern Schlaginstrumente wie Schlagzeug, Becken, Xylophon und Vibraphon zur Seite und sorgten für den nötigen Rhythmus. Insgesamt ergab sich durch die Zusammenstellung ein innovativer Klang.

Durch die zweieinhalbstündige Darbietung führte Moderator Axel Hübner, der treffend formulierte: „Viele Zuschauer werden das Konzert mit Staunen verfolgen und mit Musik im Herzen nach Hause gehen.“

Zu hören war unter Anderem das Stück „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical Elisabeth, das dem Leben der Kaiserin Sisi gewidmet ist. Sicherlich allen bekannt war „The Pink Panther Theme“ vom US-Amerikaner Henry Mancini, das Marc Horstmann eigens für das Flötenorchester arrangiert hatte. Auch südamerikanisches Temperament wusste das Ensemble gekonnt zu transportieren. In einem Medley berühmter Tangos waren beispielsweise „Libertango“ und „Adios Noninos“ von Astor Piazzolla herauszuhören, die das Publikum in die Melancholie von Buenos Aires eintauchen ließen. Auch dem Tango „El Choclo“ (deutsch: „Der Maiskolben“) von 1903 verliehen die Musiker seinen typisch schmachtend-feurigen Charakter.

Vor der Pause, in der das Publikum großzügig spendete, erhielten die Zuhörer mit „The Witch and the Saint“ eine musikalische Vorstellung von der finsteren Zeit der Hexenverfolgung. Dabei spielten die Flöten teilweise Gesangsstimmen der Choräle, was besonders eindrücklich klang.

Für eine stimmungsvolle Atmosphäre nach Sonnenuntergang sorgte die Bühnenbeleuchtung in bunten Farben sowie mit Lichterketten versehenen Flaschen, die auf der Wiese platziert wurden. Zusätzlich setzten die Ausdruckskünstler der Bremer Gruppe Pequeno Carneval mit farbenfrohen, beleuchteten Kostümen interessante Akzente.

Nach der kurzen Unterbrechung konnte sich das Publikum zum Beispiel über Elton John und ein Medley aus „Der König der Löwen“ sowie über die Titelmusik der Kinderserie „Drachenzähmen leicht gemacht“ freuen. Bei „Downtown“ von Tony Hatch sangen viele kräftig mit und tauschten das Wort „Downtown“ durch „Bassum“. Nach der Zugabe hinterließ das Orchester ein begeistertes Publikum.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Ein Toter und 15 Verletzte nach Explosion in Wohnblock

Ein Toter und 15 Verletzte nach Explosion in Wohnblock

Selbstversuch: Reporterin fällt ihre erste Buche

Selbstversuch: Reporterin fällt ihre erste Buche

Verabschiedung des Verdener Redaktionsleiters Volkmar Koy in den Ruhestand

Verabschiedung des Verdener Redaktionsleiters Volkmar Koy in den Ruhestand

Wie werde ich Reifenmechaniker/in?

Wie werde ich Reifenmechaniker/in?

Meistgelesene Artikel

10.000-Euro-Spende aus Bassum: Auf Bericht folgt Shitstorm 2.0

10.000-Euro-Spende aus Bassum: Auf Bericht folgt Shitstorm 2.0

Oberarzt Mike Kawooya aus Diepholz hilft in Uganda

Oberarzt Mike Kawooya aus Diepholz hilft in Uganda

Wagenfelder Motive auf Einkaufsbeuteln

Wagenfelder Motive auf Einkaufsbeuteln

Allos Hof-Manufaktur: Zwei Millionen Euro in Standort Drebber investiert

Allos Hof-Manufaktur: Zwei Millionen Euro in Standort Drebber investiert

Kommentare