Bürgermeister weiter im Gespräch mit Geschäftsleuten / B 51-Sanierung ab 2017

Parkplätze am Rathaus retten

Ziel: Rad- und Gehweg mit mehr Abstand zur Lindenallee.

Twistringen - Von Theo Wilke. Möglicherweise sind auch die Parkplätze vor dem Rathaus noch zu retten. Dafür müsste der alte Gehweg zum Rathaus hin verschränkt werden. „Platz ist genug da“, meinte am Freitag Bürgermeister Martin Schlake. Im Zuge der umstrittenen Sanierung der B 51 seien zunächst zwischen Brunnen- und Westerstraße 9 von 21 Bäumen gefährdet. „Das tut uns auch weh!“ Mit den Geschäftsleuten wird es weitere Gespräche geben.

Gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung in Nienburg, so der Bürgermeister, sei er im Vorfeld der Bauauschuss-Sitzung (20. April, 19 Uhr) wieder einen Schritt vorangekommen. Schlake macht deutlich, dass für ihn die sogenannte Null-Lösung nicht in Frage kommt, wie sie zurzeit unter anderem von den Twistringer Bündnisgrünen bei einer Unterschriftenaktion gefordert wird.

Inzwischen steht fest, dass die Landesbaubehörde den ersten Bauabschnitt (Bremer Straße) zwischen Ortseinfahrt von Bassum aus bis zur Harpstedter Straße nicht mehr in diesem Jahr anpacken wird. Schlake: Der Wasserverband OOWV müsse in diesem Bereich zunächst seine Kanalisation erneuern, und das sei laut eigener Aussage erst 2017 möglich.

Im zweiten Baubschnitt zunächst zwischen Harpstedter Straße und Rathaus favorisieren Bürgermeister sowie Fachbereichsleiter Carsten Werft Radfahrstreifen, jeweils 2,35 Meter breite, in beiden Fahrtrichtungen auf der B 51. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es zunächst mal keine Verschlechterung der Verkehrssituation für die Radfahrer geben wird“, sagt Schlake. „Wir werden der Politik vorschlagen, weiterhin mit den Radfahrstreifen zu planen.“ Dort müssten laut vorläufiger Skizzenplanung 14 von 73 Bäumen fallen. Von 53 Parkplätzen würden demnach etwa 28 verschwinden – und nur zwischen Langen- und Brunnenstraße vielleicht acht oder neun Einstellplätze.

Im Umfeld von Kreissparkasse, Apotheke und Ärztehaus sind laut Bürgermeister ausreichend Parkplätze vorhanden. Und es gebe ja die Möglichkeit, kurzzeitig auf der B 51 zu halten, etwa um als Gewerbetreibender abends die Tageseinnahmen (Geldbomben) zur Bank zu bringen oder auch an der Apotheke Patienten aussteigen zu lassen. Schlake sieht da kein Problem. Angesichts der Straßensanierung sei der Wegfall einiger Parkplätze vertretbar. Zu diesem Thema kündigt die Stadtverwaltung aber weitere Gespräche mit Anliegern und der GUT, Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen, an.

Sollte sich eine Mehrheit im Bauausschuss sowie Rat für die neue Variantenplanung entscheiden, ist ein wohl einjähriges Planfeststellungsverfahren nötig, weil die Bundesstraße in Teilen verlegt wird. „Frühestens 2019 könnte mit der Sanierung ab Einmündung Harpstedter Straße begonnen werden.

Schließlich: Ab Rathaus bis zum Netto-Markt ist der Rückbau des alten Radweges geplant. Ein neuer Rad- udn Gehweg soll beidseitig hinter den Baumreihen verlaufen. Die meisten Linden würden gesichert, bis auf zwei oder drei Bäume, „die ganz ungünstig stehen“, so Schlake. Aufgrund von Kanalbauarbeiten müsse man auch mit mehr Bäumen rechnen.

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