Pago Balke und Nicolai Thein bringen Wilhelm Busch ins Gymnasium

„Gnadenlose Heiterkeit“

+
Pago Balke und Katja Bischoff

Twistringen - Von Theo Wilke. Nach seinem Kurzauftritt vor einem Jahr beim Frühjahrsempfang der Stadt Twistringen löst Pago Balke nun sein Versprechen ein: Der Kabarettist, Schauspieler und Regisseur kommt am Sonnabend, 18. April, nach Twistringen. Ab 20 Uhr präsentiert er im Gymnasium sein zweistündiges Wilhelm-Busch-Programm „Gnadenlose Heiterkeit“ mit Nicolai Thein am Flügel.

Das „einzigartige Programm über den auch zutiefst philosophischen Wilhelm Busch“ und den Künstler Pago Balke stellte Twistringens Kulturbeauftragte Katja Bischoff gestern im Rathaus vor. 16 Euro kosten die Karten im Vorverkauf im Rathaus-Bürgerservice (04243/413-170) und bei Bischoff (04243/413-106) oder unter E-Mail k.bischoff@twistringen.de, und 18 Euro an der Abendkasse.

Ob Max und Moritz, der verhinderte Dichter Baldium Bählamm, Maler Klecksel oder Junggeselle Knopp – schon als Kind haben Pago Balke die Geschichten von Wilhelm Busch begeistert. Die Oma erzählte ihm vom Besuch des privat sehr ernsthaften Busch beim Opa in Hannoversch-Münden. 1954 in Schmalkalden geboren, erklärt der heute in Riede lebende Balke: „Ich fühle mich mit Busch verwandt. Wir sind am gleichen Tag, am 15. April, geboren – er allerdings viel früher. Seine Geschichten sind aber heute noch so aktuell wie damals.“

Schon oft sei er, fährt Balke begeistert fort, mit dem Busch-Programm aufgetreten, aber es sei immer wieder ein Genuss. Einfach genial, was der 1832 in Wiedensahl bei Petershagen geborene Dichter und Maler geschaffen – und wie er mit wenigen Pinselstrichen die Satire auf den Punkt gebracht habe.

15 Jahre lang ist Balke „um einen Wilhelm-Busch-Abend herumgeschlichen“, bevor 2005 mit dem Bremer Pianisten Nicolai Thein (47) das Programm entwickelt und dabei einige Perlen von Wilhelm Buschs Kunst wieder entdeckt hat.

Den Titel fanden beide passend. Schließlich sei Busch nicht nur gnadenlos und bitterböse mit seinen Zeitgenossen oder beispielsweise mit allen Religionen umgegangen und habe sie scheinbar „zugrunde gerichtet“.

In dessen Zeichnungen und Texten finde sich auch das sehr Menschliche des Erfinders inzwischen weltberühmter komischer Gestalten, etwa Unglücksrabe Hans Huckebein und die fromme Helene. „Busch' Humor war nicht vernichtend“, sagt Pago Balke.

Die heiteren Gedichte, Geschichten und Zeichnungen werden viel über einen noch nicht so bekannten Busch erzählen – „wenn der Affe Fips durchs Forum des Gymnasiums getobt ist“, verspricht Balke. Er wird begleitet und kommentiert vom Bremer Nicolai Thein am Klavier. Und der spielt Musik von Mozart bis Rachmaninoff und von Satie bis Charlie Chaplin.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Welthunger-Index 2019: Klimawandel verschärft den Hunger

Welthunger-Index 2019: Klimawandel verschärft den Hunger

Zahl der Toten nach Taifun in Japan steigt auf 66

Zahl der Toten nach Taifun in Japan steigt auf 66

Pakistan-Reise: William und Kate treffen politische Führer

Pakistan-Reise: William und Kate treffen politische Führer

Schwere Kämpfe in Nordsyrien: Kurden schlagen zurück

Schwere Kämpfe in Nordsyrien: Kurden schlagen zurück

Meistgelesene Artikel

Dreijähriger verschwunden –Großeinsatz in Sulingen

Dreijähriger verschwunden –Großeinsatz in Sulingen

Landwirte zur Nitratbelastung: „Wir allein sind es nicht!“

Landwirte zur Nitratbelastung: „Wir allein sind es nicht!“

Lebensgefahr oder nicht? Im Zweifel lieber die Notruf-Nummer 112 wählen

Lebensgefahr oder nicht? Im Zweifel lieber die Notruf-Nummer 112 wählen

Action-Debüt mit sieben Jahren: Lembrucher spielt bei „Alarm für Cobra 11“ mit

Action-Debüt mit sieben Jahren: Lembrucher spielt bei „Alarm für Cobra 11“ mit

Kommentare