Ortsrat will Spielplatz erhalten

„Das werden wir nicht hinnehmen“

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Stadt Twistringen

Heiligenloh - Von Theo Wilke. Der Spielplatz an der Alten Dorfstraße in Heiligenloh muss erhalten, saniert und mit neuen Spielgeräten bestückt werden. Dafür hat sich der Ortsrat diese Woche im Gasthaus Witte in Borwede einmütig ausgesprochen. Der Vorstoß der Stadt, das Areal zwischen Hauptstraße und Göpelplatz nach rund 35 Jahren wegen der „geringen Nutzung und aus wirtschaftlichen Gründen“ aufzugeben, stößt auch bei Anwohnern auf heftige Kritik.

Stadt: Viel Totholz und

kaum genutzt

33 von 38 Bäumen weisen laut Stadtverwaltung Totholz auf und sind eine Gefahr. Sie hat ein Baumbüro beauftragt, das die Kosten für die Beseitigung des Totholzes auf knapp 2100 Euro beziffert.

Weitere Ausgaben würde die zukünftige regelmäßige Sichtkontrolle durch Baumexperten verursachen, hieß es im Ortsrat.

„Wenn die Stadt das durchdrückt, werden wir das so nicht hinnehmen und das Dorf mobilisieren“, kündigt Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers an. Hoch emotional sei das Thema diskutiert worden. Und die Argumente für den Erhalt: Auch von der anderen Beeke-Seite, aus dem Dorfkern, würden Kinder den Platz nutzen, ebenso Jungen und Mädchen aus dem Kindergarten Lollypop bei ihren Rundwanderungen. Wenn Eltern bei Humpe einkaufen, halten sich die Kinder in der Zeit gegenüber auf dem Spielplatz auf.

„Dieser Spielplatz war Voraussetzung zur Genehmigung des Bebauungsplans Parkstraße und Am Kiekbusch“, so die Ortsratsvorsitzende. Nach Abschluss des Baugebietes könne man den Spielplatz nicht einfach streichen, er sei notwendig – und es sei jetzt wichtig, die Attraktivität zu steigern. Von der Lage-Borchers: „Ich weiß allein von vier Familien aus der näheren Umgebung des Platzes, die in letzter Zeit Nachwuchs bekommen haben.“

Die Stadt betreibt den Spielplatz auf dem Grundstück von Heinrich Behrens. Eine schriftliche Vereinbarung darüber gebe es nicht, hat Andreas Brinkmann vom Fachbereich Entwicklung und Ordnung festgestellt. Im Flächennutzungsplan ist eine Gemeinbedarfsfläche „Spielplatz“ ausgewiesen und deckt für den angrenzenden B-Planbereich „Am Kiekbusch“ den Bedarf ab.

Bei den regelmäßigen Spielplatzkontrollen durch den städtischen Bauhof habe man festgestellt, dass der Platz an der Alten Dorfstraße sehr wenig beziehungsweise fast kaum genutzt werde, so Brinkmann. Im Umfeld gebe es nur noch wenige Kinder bis zum 14.Lebensjahr. Deshalb werde die Streichung und die Rückgabe der Fläche an den Eigentümer empfohlen.

Die Ortsbürgermeisterin fordert nun die Stadtverwaltung auf, für neue Spielgeräte zu sorgen und rechtlich prüfen zu lassen, ob eine Rückgabe an den Eigentümer möglich ist.

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