Bürgermeister Martin Schlake verärgert

Ortsrat wartet auf konkrete Pläne für die B 51

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Der Twistringer Ortsrat (v.l.): Ulrich Helms, Dieter Kalberlah, Joachim Kunst, Fritz Wüppenhorst, Frank Hammann, Sabine Nölker, Frank Hömer, Katrin Schwarze, Klaus-Jürgen Erdmann, Silke Dubbert sowie die Verabschiedeten Inge Buschmann, Renate Horstmann und Bernhard Schlake.

Twistringen - Von Theo Wilke. Die Anhörung zur Sanierung der B 51 hat die Mehrheit des Twistringer Ortsrates am Donnerstagabend auf den Januar vertagt. Ulrich Helms (FWG) hatte seinen Antrag damit begründet, dass er erfahren habe, die Straßenbaubehörde würde noch bis Jahresende die Ausbaupläne konkretisieren. In der konstituierenden Sitzung wurde Frank Hömer (CDU) zum Ortsbürgermeister gewählt.

Bürgermeister Martin Schlake war verärgert: „Unbegreiflich!“ Laut Kommunalaufsicht müsse die Stadt nach Mörsen auch die Anhörung des Twistringer Ortsrates nachholen. Das Ergebnis wolle man zur letzten Ratssitzung in diesem Jahr vorlegen. Vielleicht werde der Beschluss zur B 51 geändert. Jetzt könne der Ortsrat noch seine Anregungen oder auch Bedenken einbringen.

Fritz Wüppenhorst (FDP) wiederholte wie Ulrich Helms, der Ratsbeschluss sei nicht rechtens gewesen. Schlake äußerte zwischendurch den Verdacht, die FWG wolle die Anhörung nur hinauszögern. Darauf Wüppenhorst: „Ich habe nichts dagegen.“ Joachim Kunst (FWG) argumentierte, der Ortsrat könne noch im Januar gehört werden. Fraktionskollege Helms gab zu bedenken: Werde die Anhörung jetzt erledigt, könne sich der Ortsrat nicht mehr äußern, wenn die konkreten Pläne vorliegen. Mit fünf Ja- bei vier Nein-Stimmen entschied sich die Mehrheit für eine Vertagung. Mit Rücksicht auf die angeblich noch nicht so informierten Neuen im Ortsrat hatte auch Frank Hömer dafür plädiert.

Am Ende gab es nur eine Neuigkeit – von Joachim Kunst: Ja zur Sanierung, Nein zu den Ausbau-Varianten. Er hatte sich in Ankum über die sanierte Ortsdurchfahrt informiert. Fazit: „Zu gefährlich für Radfahrer. Das geht in die falsche Richtung.“ Die Twistringer Ortsumgehung sei doch schon im vordringlichen Bedarf.

Mehrere Ortsratsmitglieder wurden verabschiedet: Peter Dünzelmann, Thomas Brackmann und Burkhard Gerhard nach fünf Jahren; Sabine Meyer, Peter Piening und Bernhard Schlake nach drei Wahlperioden; Inge Buschmann nach 25 Jahren und Renate Horstmann nach 42 Jahren in Mörsen/Twistringen.

Vor der Wahl Hömers zum Ortsbürgermeister wollte Sylvia Holste-Hagen (Grüne) lieber Sabine Nölker, die aber ablehnte. Hömers Stellvertreter: Katrin Schwarze, Frank Hammann, Joachim Kunst.

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