Oldtimer-Treffen und Handwerkermarkt / Dorfgemeinschaft rückt zusammen

Motordröhnen wie Musik

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Treckerfreunde hatten gestern reichlich Gesprächsstoff.

Ridderrade/Stophel - Von Sabine Nölker. Dörfer im Ausnahmezustand: Für ein Wochenende verdoppelte sich quasi die Einwohnerzahl von Ridderade und Stophel: Das inzwischen achte Oldtimer-Treffen der Dorfgemeinschaft Ridderade-Stophel lockte nicht nur Treckerfahrer und ihre Familien an, vielmehr zogen gestern aus allen Himmelsrichtungen die Gäste in Richtung Dorfgemeinschaftshaus, um sich die historischen Fahrzeuge aus der Nähe anzugucken.

„Für uns ist das wie ein kleiner Kurzurlaub“, erklärte Heiko Marchewa, der gemeinsam mit seinen Freunden, den „Wildeshauser Treckerfreunden Weiße Riede“, angereist war. „Wir wollen das Brauchtum erhalten und zeigen, was wir aus unseren Oldtimern gemacht haben.“

Herbert Stolle, der einen Eicher Panter (Baujahr 1960) präsentierte, lobte die gute Organisation der Dorfgemeinschaft. „Vom Frühstück übers Mittagessen bis zum Abend werden wir bestens verpflegt.“ Die Wildeshauser, die an den einheitlichen Fischerhemden mit Tuch und Lederkappe sowie Westen mit Vereinsemblem zu erkennen waren, reisen jährlich etwa 3500 Kilometer mit ihren Traktoren und Hanomags von Treckertreff zu Treckertreff und sind von Beginn an in Ridderade dabei.

Fritz Hakemann, angereist mit einem Unimog U411 aus dem Jahr 1957, macht sich morgen gemeinsam mit Hellwig Müller auf seinem Deutz F211612 und weiteren Vereinskameraden auf den Weg nach Schleswig-Holstein zum nächsten Treffen. „Wir werden zwei Tage auf Nebenstrecken unterwegs sein.“ Da liegt Ridderade schon näher. „Es ist einfach ein tolles Ambiente hier, auch wenn in diesem Jahr nur halb so viele Oldtimer hier sind wie vor zwei Jahren.“

Für Pressesprecherin Bettina Bredhorst und ihre Schwägerin Karin Bredhorst war die Anzahl der Teilnehmer nebensächlich: „Es ist einfach ein tolles Wochenende mit guten Gesprächen.“ Fast jedes Haus aus den beiden Ortschaften beteilige sich in der einen oder anderen Form an dem Event – „die einen durch Arbeitskraft, die anderen durch Kuchenspenden“.

8. Oldtimer-Treffen der Dorfgemeinschaft Ridderade-Stophel

Das Dröhnen der Motoren klingt wie Musik in den Ohren der Anwesenden, die im Umkreis von 100 Kilometern angereist sind.

Der angegliederte Handwerkermarkt mit 13 Anbietern sowie die Saisoneröffnung des Dorfmuseums lockten weitere Interessenten ins Dorf. Ob Leinendecken, Schmuck, Keramiken oder Antiquitäten: Wer stöberte, wurde bestimmt fündig. Dazu hatten die Veranstalter einmal mehr zahlreichen Stände und Buden aufgebaut, an denen es feste und flüssige Nahrung gab. Die große Scheune wurde fürs Frühstück und zum Kaffee ins „Scheunen-Café“ umgewandelt.

Während sich vor allem die männlichen Besucher am liebsten auf dem Schau-Acker aufhielten, lockte die kleinsten Gäste das Spielemobil des Landkreises Diep-holz an. Dort konnten sie Gedulds- oder Balancierspiele nutzen, auf der großen Hüpfburg toben oder Tischfußball spielen.

„Das Oldtimer-Treffen hat einmal mehr unsere Dorfgemeinschaft und die Generationen näher zusammen rücken lassen“, freute sich Pressesprecherin Bredhorst.

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