Neues Wohn- und Geschäftshaus der Voba am Twistringer Centralplatz bezugsfertig

Ohne Ärzte keine Brücke

Das neue Wohn- und Geschäftshaus am Centralplatz.
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Das neue Wohn- und Geschäftshaus am Centralplatz.

Twistringen – Seit Anfang August sind alle Wohnungen bezugsfertig – sechs von neun sind bereits vermietet. Zunächst als Twistringer Ärztehaus geplant, wartet das neue Wohn- und Geschäftshaus am Centralplatz noch auf die richtigen Mieter für die gewerblichen Räume im Erdgeschoss.

Eigentlich wollte die Volksbank Vechta mit mehreren Millionen Euro die angespannte Situation in der Ärzte-Landschaft entlasten und das Angebot in der Stadt bereichern. Doch daraus ist nichts geworden. Der Grund: Vergeblich hat sich der Investor um weitere Ärzte in Twistringen bemüht. Selbst ein Nachfolger für den Mitte 2019 in Rente gegangenen Allgemeinmediziner Ralf Wilke, damals noch im Voba-Haus, hat sich nicht gefunden.

Voba-Filialleiter Birger Schröder: „Wir hatten schon lange geplant. Aber die Pläne wurden dann vor eineinhalb Jahren geändert. Da waren wir schon in der Bauphase.“ Das Obergeschoss wurde von Gewerbe auf Wohnen umgewidmet.

Im Erdgeschoss sei nach wie vor Gewerbe vorgesehen, ergänzt Simone Brunkhorst vom Immobilienservice der Volksbank Vechta. Brunkhorst hat sich von der Planung bis zum Neubau engagiert. Im Erdgeschoss ist gestalterisch noch alles offen. Es könnten ein oder zwei Geschäftseinheiten werden – in bester Lage in der Stadtmitte, heißt es.

Aktuell gibt es aber noch keine Interessenten für die insgesamt 340 Quadratmeter. Die Volksbank denkt an Dienstleister, die in die Innenstadt passen, und stellt sich ein möglichst altersunabhängiges Angebot vor. Bürgermeister Jens Bley schwebt schon länger eine Erlebnis-Gastronomie vor, wie er im Gespräch mit Birger Schröder äußert. Der Filialleiter: „Wir sind da ganz zuversichtlich.“ Der eigene große Parkplatz hinter dem Neubau und der Voba-Filiale sei schon ein Plus bei der Suche nach dem geeigneten gewerblichen Mieter.

„Der Neubau ist bis auf die Front im Erdgeschoss fertig. Es fehlen noch Fenster“, erläutert Simone Brunkhorst. Es gibt neun Wohnungen im Haus, das über ein eigenes Blockheizkraftwerk mit Strom und Gas versorgt wird. Die vier Geschosse sind durch einen Fahrstuhl verbunden. Die Immobilie ist komplett barrierefrei.

Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 65 und 98 Quadratmeter, sie bieten sich für Singles und kleine Familien an. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon. Seit Anfang August, so Brunkhorst weiter, seien die ersten sechs Wohnungen bereits bezogen worden – allesamt von jungen und älteren Twistringern. Im Herbst sollen die Außenanlagen bepflanzt werden. Zu- und Ausfahrt auf dem Voba-Grundstück sind über die Steller Straße möglich. Im Bereich Kirchstraße und B 51 ist nur die Ausfahrt erlaubt. Der Einmündungsbereich zwischen Voba und Neubau, der vorher als Parkplatzausfahrt benutzt wurde, ist zu einem fußläufigen und modernen Eingangsbereich umgestaltet worden. Vor den neuen Gewerberäumen ist ausreichend Platz für eine Außengastronomie.

Wer sich noch erinnert: Im Oktober 2017 kündigte die Volksbank den Abriss der schon länger leer gestandenen Immobilie Bellersen an. Geplant wurde ein dreigeschossiges Haus rund um das Thema Gesundheit – bezugsfertig bis Ende 2018. Bis zu etwa drei Millionen Euro würden investiert, erklärte damals Karl-Heinz Borchers von der beauftragten Aumann & Borchers Immobilien aus Vechta. Die Volksbank wollte mit dem Neubau für eine weitere Attraktion in der Innenstadt sorgen.

Im Februar 2019 betonte Bankvorstand Martin Kühnling aus Vechta: „Wir haben unglaublich viele Gespräche geführt.“ Seit 2018 seien Mediziner angeworben worden. Ohne Erfolg. Die vorgesehene Brückenverbindung von der Volksbank zum Neubau wurde daraufhin gestrichen.

Von Theo Wilke

2017: Noch steht das Bellersen Haus.
2018: Nach dem Abriss folgen die Erdarbeiten.

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