Unmut im Ortsrat / Stadt soll handeln / Rolf Meyer jetzt Ortsbürgermeister

Noch kein Zebrastreifen

Ortsrat Scharrendorf (sitzend v.l.): Ex-Ortsbürgermeister Hubert Diephaus-Borchers, sein Nachfolger Rolf Meyer mit den neuen Vertretern Tobias Nölker und Edgar Albert. Dahinter (v.l.): die verabschiedeten Clemens Beuke, Ralf Scholz, Peter Nölker sowie die aktuellen Ratsmitglieder, Marcel Beuke, Bernhard Brinkmann, Heiner Meyer, Manuel Knickmann, Alexandra Konsorr, Friedhelm Drieling. - Fotos: Wilke

Scharrendorf - Von Theo Wilke. Die gefordeerte Querungshilfe aus Gründen der Schulwegsicherung kann vor dem Bahnhofstunnel auf Scharrendorfer Seite in Höhe Einmündung Oberdorf so nicht eingerichtet werden. Dies hat Erste Stadträtin Birgit Klingbeil am Donnerstagabend im Ortsrat erklärt. Der Grund: kein ausreichender Abstand zum Tunnel. Dabei hatte der Ortsrat schon vor Jahren auf das Gefahrenpotenzial im Bereich der Bahnunterführung hingewiesen.

In seiner konstituierenden Sitzung in der Schützenhalle erkundigte sich das Gremium nach dem Stand der Planung. Anfang dieses Jahres hatte man sich bereits konkret mit der Schulwegsicherung und der baulichen Erweiterung des Speditionsunternehmens Uhlhorn am Bahnhofstunnel beschäftigt. Einig war man sich damals, für die Radfahrer und Fußgänger, entfernt vom Tunnel in Richtung Einmündung Oberdorf, einen Zebrastreifen anzulegen.

Querungshilfe am Scharrendorfer Tunnel lässt auf sich warten.

Bürgermeister Martin Schlake hatte auch mit dem Landkreis über die unbefriedigende Verkehrssituation auf der Sulinger Straße gesprochen. Direkt am Tunnel, an Monis Kinderstube, oder auch von der Innenstadtseite aus sei das Überqueren einfach zu gefährlich. Am Donnerstag berichtete der neue Ortsbürgermeister Rolf Meyer, er habe vorgeschlagen, im Tunnelbereich Tempo 30 anzuordnen. Dies verkürze den geforderten Abstand der Querungshilfe zur Unterführung. Dafür, hieß es aber aus dem Rathaus, habe man keinen Grund gesehen. Meyers Feststellung: „Die Verwaltung macht nichts.“

Dabei habe es laut Ortsbürgermeister in der Vergangenheit schon „brandgefährliche“ Situationen gegeben. Vor allem Kinder aus der Stadt, auf dem Weg zur Scharrendorfer Schule, würden linksseitig in den Tunnel fahren und auf Radfahrer im Gegenverkehr stoßen. „Seit Jahren laufen wir hinterher, die Verkehrssituation zu entschärfen“, kritisierte Meyer. Erste Stadträtin Klingbeil soll seinen Vorschlag mit ins Rathaus nehmen, schon mal zügig farbliche Warnhinweise anzubringen und Piktogramme auf die Radfahrwege zu malen.

Am Ende schimpfte Hubert Diephaus-Borchers: „In zwei Ortsratssitzungen haben wir die Gefährdung der Radfahrer und Fußgänger aufgezeigt. Wir brauchen keine Hinweise darüber, was nicht geht – wir wollen endlich wissen, was geht.“ Die Firma Uhlhorn habe ihre Erweiterung fast abgeschlossen, die Zufahrt sei ausgebaut worden. Der Lkw-Verkehr werde bald wieder zunehmen.

Ein anderes Thema: Relativ entspannt und positiv sieht der Ortsrat laut Rolf Meyer der Ankündigung der Stadtverwaltung entgegen, das bisherige Ortsbudget abzuschaffen. Denn in Scharrendorf habe der Finanztopf für die Gräbenreinigung sowieso nie ausgereicht. Schließlich werde der Ortsrat ja weiterhin an Entscheidungen mitwirken.

Die Wahl fiel einstimmig aus: Nach 20 Jahren löst Rolf Meyer den bisherigen Ortsbürgermeister Hubert Diephaus-Borchers ab, der im September nicht wieder zur Wahl angetreten war. Der Scharrendorfer saß 35 Jahre im Ortsrat. Die neuen Vize-Ortsratsvorsitzenden sind Edgar Albert und Tobias Nölker.

Verabschiedet wurden auch Ralf Scholz (20 Jahre Ortsrat), Clemens Beuke (25 Jahre) und Peter Nölker (30, davon 15 Jahre Vize-Ortsbürgermeister). Sie hatten nicht wieder kandidiert.

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