Twistringer Kitas starten am Montag regulär / 120 Kinder in Notbetreuung

Noch kein Vollbetrieb

„Wir freuen uns auf euch“ steht auf großen Lettern. Ab Montag soll der Regelbetrieb wieder starten. 
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„Wir freuen uns auf euch“ steht auf großen Lettern. Ab Montag soll der Regelbetrieb wieder starten. Foto: Theo Wilke
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Twistringen – „Wir freuen uns auf euch“, steht in großen bunten Buchstaben, auf Papier aufgereiht, vor der Kita und Krippe St. Marien an der Steller Straße in Twistringen. Am kommenden Montag soll der reguläre Betrieb auf Stadtebene, wenn auch eingeschränkt, wieder starten – ohne Mund- und Nasenschutzpflicht. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass dann wieder Vollbetrieb sein wird“, sagt Pascal Larmann vom Fachbereich Familie und Soziales im Rathaus. Die Umsetzung werde zum Teil stufenweise erfolgen, je nach personellen und räumlichen Kapazitäten.

Zurzeit gibt es 120 Kinder aus dem Stadtgebiet in der Corona-Notbetreuung. Das sind nach Larmanns Angaben rund 30 Prozent der gesamten betreuten Jungen und Mädchen in den Kita-Einrichtungen, eingeschlossen Lollypop in Heiligenloh und St.  Marien in Marhorst. Nur im Miniclub gebe es keine Notbetreuung. Bislang meldeten sich dort keine Eltern.

Als Mitte März der Shut-Down, die Schließung aller Kitas, wegen der Pandemie verordnet wurde, nutzten anfangs wenige Eltern die vom Land Niedersachsen erlaubte Notbetreuung – zunächst nur für Eltern in sytemrelevanten Berufen und Einrichtungen, etwa Ärzte, Polizisten, Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz, Pflegepersonal oder auch Krankenschwestern. Die Eltern seien erst mal sehr unsicher gewesen, und es habe viele Anrufe und Nachfragen bei der Stadt und in den Kitas gegeben, heißt es. Im Lauf der Zeit und nach den ersten Lockerungen habe die Zahl der betreuten Kinder zugenommen.

„Die Situation war und ist schwierig, weil man sich auf spontane Neuerungen einstellen muss. Manchmal komplett von heute auf morgen“, erklärt Pascal Larmann weiter. Dies habe vor allem auch das Kita-Personal sowie Stadt, Lebenshilfe und die katholische Kirche als Einrichtungsträger vor große Herausforderungen gestellt. In den von einer Arbeitsgruppe beim Landkreis erarbeiteten Leitlinien stecke eine große Dynamik.

Manche Hygieneanforderungen seien erst wegen Corona notwendig geworden, die es vorher in manchen Kitas nicht gegeben habe. Für die Vorbereitungen zur eingeschränkten Wiederaufnahme des Regelbetriebes ab 22.  Juni ist ein wenig mehr Zeit. „Die Kitas planen seit einer Woche. Sie haben auch schon einen Elternbrief mit einem Fahrplan verfasst“, weiß Pascal Larmann.

In Twistringen hat laut Stadtverwaltung alles bislang ganz gut geklappt. Larmann: „Wir halten uns an die Empfehlungen des Landes. Wir stehen im ständigen Austausch mit den Kitas. Vor jeder Änderung gab und gibt es ein gemeinsames Treffen.“ Da würden unter anderem Probleme bei der gemeinsamen Nutzung von Bewegungsräumen geklärt, auch die notwendige Zwischenreinigung in den Einrichtungen besprochen. Die Erzieherteams in den Kindergärten hätten gute Arbeit geleistet, viel und oft mit Eltern gesprochen. Und ja, natürlich sei nicht alles so einfach gewesen – „aber coronabedingt erwartungsgemäß“, sagt der Fachmann im Rathaus.

In der Pusteblume wird vereinzelt schon wieder ein Mittagessen ermöglicht, „klein angefangen mit der klassischen Butterbrotdose“, so Larmann. Ab kommender Woche könnte das in allen Kitas wieder angeboten werden. Einen Termin dafür gibt es noch nicht.

Laut Kultusministerium in Hannover wird der Einsatz von Mund-Nasen-Bedeckung für die Kinder unter Hinweis auf Gefahren durch unsachgemäßen Gebrauch strikt abgelehnt: Kinder könnten ihren Mund- und Nasenschutz tauschen und das Ansteckungsrisiko erhöhen. Auch für das Kita-Personal gilt keine Maskenpflicht. Bei der Gruppenarbeit könnten durchsichtige Visiere getragen werden, empfiehlt das Land.

Weiter heißt es im aktuellen Rahmen-Hygieneplan: „Die Betreuung sollte in festen Gruppen erfolgen, die sich während der Betreuungszeit nicht durchmischen (...). Dadurch bleiben Infektionsketten nachvollziehbar.“

Von Theo Wilke

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