Mobilbauten in Scharrendorf geplant

Neue Kita kommt erst 2021: Noch kein Plan B für die Grundschule am Markt

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Die neue Kita kommt erst 2021. Deshalb wird bis zum Spätsommer dieses Jahres übergangsweise eine zusätzliche Krippen- und eine altersübergreifende Kita-Gruppe geschaffen, um den Betreuungsbedarf zu decken. Untergebracht werden die Kinder – sofern der Erweiterungsbau der Grundschule am Markt bezugsfertig ist – in den Mobilklassen an der Scharrendorfer Schule. Dies hat der Stadtrat am Donnerstagabend im Rathaus beschlossen. Bis zum 26.  Februar sind aber noch Alternativvorschläge möglich.

Twistringen - Die Schüler aus Scharrendorf werden nicht zum Markt umziehen, wenn der Schulbau (wir berichteten mehrfach) nicht rechtzeitig fertig wird. Dann soll die Verwaltung zu einem Plan B greifen. Auf Nachfrage des Schulelternratsvorsitzenden Andreas Woisch meinte Bürgermeister Jens Bley, einen Plan B werde es erst im April oder Mai geben. Nur dies: Zusätzliche Mobilbauten könnten auf dem erworbenen Grundstück in Scharrendorf stehen. Jürgen Schulze (Die Grünen/Die Linke) lobte, wie die anderen Fraktionen, die Vorarbeit der Verwaltung, die zahlreiche Varianten geprüft hatte. Bleys Team sollte aber die Suche nach weiteren Alternativen angesichts der Kritik von Lehrkräften und Eltern noch mal aufnehmen. Schulze wollte zunächst einen Zusatz für eine Frist bis zum 26. Februar. Als Bley meinte, die Verwaltung sei offen für weitere Ideen, zog Schulze den Antrag zurück.

Im Rat gab es unterschiedliche Meinungen, aber allen ist klar: Es darf keine Zeitverzögerung geben. Peter Dünzelmann (CDU) wünschte sich, dass Rat und Gremien der Verwaltung vertrauen. Fraktionssprecher Bernhard Kunst: „Es wird keine Lösung geben, die alle zufriedenstellt.“

Ein bisschen durcheinander geriet die Beratung beim Thema Außerschulische Betreuung. Bekanntlich soll die Verwaltung mit der Grundschule am Markt ein Ganztagsangebot für bis zu 100 Schüler erarbeiten. Der Ausschuss hatte auch einer unbefristeten Verlängerung der Schülerbetreuung in der Kita Lollypop in Heiligenloh sowie einer Erweiterung der Twistringer Ferienbetreuung zugestimmt.

Der Verwaltungsausschuss (VA) änderte den Beschluss am Dienstag: Die Betreuung in Heiligenloh sollte bis zum 31.  Juli 2022 befristet sein. In der Ratssitzung ruderte die CDU mit einem Änderungsantrag zurück und forderte nun wieder die unbefristete Verlängerung für Heiligenloh. Außerdem ein neuer Zusatz: Der Bürgermeister werde beauftragt, dem Rat jährlich über „Qualität und Organisation der Ganztagsbetreuung im gesamten Stadtgebiet vorzulegen“. CDU-Sprecher Kunst: Es gehe nicht nur um Betreuung, sondern auch um Inhalte. Der Rat war sich einig und freute sich. Allerdings fand Jürgen Schulze (Die Grünen) das Hin und Her problematisch für die Zusammenarbeit zwischen Ausschuss, VA und Rat. Hermann Niederwestberg: „Wir hätten den Punkt sonst abgelehnt.“ Die anderen Fraktionen hatten kein Problem damit.

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