Vorfreude auf zweiten Markt im Jubiläumsjahr des Twistringer Strohmuseums

„Noch eine Schippe drauf“

Freuen sich auf den zweiten Museumsmarkt am 6. August in Twistringen: Heike Paul und Helmut Beneke. - Foto: Wilke

Twistringen - Von Theo Wilke. Glaskunst, Stoffdesign, Gießkeramik, Steinvögel oder auch Glasperlen – was hat dies alles mit dem Twistringer Museum der Strohverarbeitung zu tun? Nun, sehr viel. Denn der zweite Museumsmarkt nach 2015 kündigt sich für Sonntag, 6. August, von 11 bis 18 Uhr auf dem Museumsgelände am Kapellenweg an. „Und wir werden noch eine Schippe drauflegen“, betont Organisatorin Heike Paul. Die Ideengeberin hat damals fest an den Premierenerfolg geglaubt. Seit Januar laufen die Vorbereitungen für die zweite Auflage.

Im Jahr des 25-jährigen Bestehens des Strohmuseums habe man zusätzlich das Twistringer Blasorchester für den Marktsonntag von 11 bis 12 Uhr zum Frühschoppen gewinnen können. Mehr als 100 Aussteller hat Heike Paul angefragt. 27 Zusagen gibt es bislang für den 6. August.

„Auch für die Kinder werden wir noch eine Schippe drauflegen. Wir möchten mehr als nur Basteln mit Stroh und eine Hüpfburg anbieten“, meint die Organisatorin. Spieleentwickler Hermann Schlake kommt mit seinem Fußball-Minigolf, Petra Fuchs sorgt für weitere Kinderspiele und Betreuung.

Auf dem Programm stehen Basteln mit Stroh, eine Strohballen-Burg zum Toben, Waffelbacken für Kinder. Ein großes Kuchenbuffet mit mehr als 40 selbst gebackenen Torten aus den Backöfen der Ehrenamtlichen, von Museumsfreunden und weiteren Unterstützern werde es zum Kaffee geben, heißt es. Draußen kann jeder am Imbisswagen seinen Hunger stillen.

„Wir haben tolle neue Aussteller gefunden, die sonst nicht auf Märkten zu finden sind“, so Heike Paul. Beispielsweise reist Ulrike Schütte aus Ganderkesee mit ihrer Töpferkunst an. Die Besucher dürfen sich außerdem freuen auf Glaskunst aus Weyhe, Gießkeramik und Lampen aus Syke, Stoffdesign aus Colnrade und Bremer Filz. Es kommt ein Korbflechter aus Bruchhausen-Vilsen, eine Besteckschmuck-Künstlerin aus Hüllenhorst, es gibt Wolle und mehr aus Bassum, Steinvögel aus Schwanewede, Glasperlen aus Greven, Marmeladen aus Schwarme. Auch eine Hobbymalerin aus Bad Bederkesa hat ihr Kommen zugesagt. Gartendeko made in Twistringen und Nistkästen aus einer Werkstatt in Binghausen bereichern ebenso den zweiten Museumsmarkt.

Mit ihrer Spezialanfertigung aus der Nähstube des Twistringer Museums, nämlich ihren markanten Strohhüten wird die Stapelholmer Tanz- und Trachtengruppe aus Schleswig-Holstein erneut dabei sein. und den Markttag über mehrfach ihre Tänze vorführen. „Die Tanzgruppe war damals so begeistert. Sie hat sich gleich wieder angeboten, nach Twistringen zu kommen“, fügt Mitorganisator Helmut Beneke hinzu.

Die Damen der Nähstube werden ihre Arbeit präsentieren und Besuchern Gelegenheit bieten, sich Hut-Rohlinge dekorieren zu lassen. „Die Damen sind sehr kreativ“, lobt Heike Paul, die die Gruppe seit Jahren leitet.

Der Museumsshop bietet deshalb auch wieder einige Neuheiten, etwa Baguette-Körbe, Eierwärmer oder auch schmucke Brotkörbe – natürlich aus Stroh.

Vereinsvorsitzender Heinz Brinkmann und Vertreter Helmut Beneke werden dafür sorgen, dass die Gäste auf einem Bildschirm viele Fotos aus 25 Jahren zu sehen bekommen, vom Aufbau des Museums bis zur heutigen Einrichtung. Alle Ehrenamtlichen, zurzeit rund 50 Aktive, werden am Markttag in allen Bereichen beschäftigt sein. Und die „Dienstagstruppe“ um Fred Müller, so Beneke, müsse wohl noch ein paar Sonderschichten einlegen.

Auf die Frage „Warum überhaupt ein Museumsmarkt?“ sagt Heike Paul: „Wir wollten uns in der eigenen Region stärker zeigen und auch mehr Twistringer ansprechen. Viele wissen gar nicht, was hier gemacht wird. Der erste Markt vor zwei Jahren hat uns übers Jahr auch mehr Besucher gebracht. Und wir waren überrascht, wie gut unser Museumsshop angenommen wird.“

www.strohmuseum.de

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