Niedersächsische Limousin-Rinderzüchter zu Gast auf dem Hof Bollmann-Lingens in Köbbinghausen

„Mr. Universe“ genießt das Rampenlicht

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„Mr. Universe“ und „Benjamin“ (r.) ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.

Köbbinghausen - Von Jan Schmidt. Das Rampenlicht schien „Mr. Universe“ in vollen Zügen zu genießen. Und auch Muskelprotz „Benjamin“ zeigte sich mehr als gelassen, während die rund 80 Zuschauer aus sicherer Entfernung einen Blick riskierten. Die beiden imposanten Bullen waren am Wochenende das Highlight des Treffens der niedersächsischen Limousin-Rasse-Rinderzüchter auf dem Hof von Margarete und Gernot Lingens in Köbbinghausen.

Dass das jährliche Treffen diesmal in der Region Twistringen über die Bühne ging, war nicht dem Zufall geschuldet. Schon zu Beginn des Jahres hatte der Zuchtbetrieb Bollmann-Lingens mit dem Gewinn von drei wichtigen Preisen in der Branche auf sich aufmerksam gemacht.

Zunächst hatte Limousin-Bulle „Liebhaber“ im Februar den Spitzenpreis (6700 Euro) bei den Niedersächsischen Fleischrindertagen in Verden erzielt. Zwei Monate später durften sich die Köbbinghauser Züchter sogar über einen Doppelerfolg freuen: Bei der Elite-Auktion der deutschen Fleischrinderzüchter in Groß Kreutz (Landkreis Potsdam) dominierten Gernot und Margarete Lingens nicht nur den Limousin-Wettbewerb, sondern holten sich mit der exzellenten Lucko-Tochter „Lilie“ auch den Champion-Titel (Sieger über alle Rassen).

„Ein Erfolg, den man als Züchter nicht allzu oft hat“, urteilte Torsten Kirstein, Zuchtinspektor von Masterrind, während der Besichtigung auf dem Köbbinghauser Hof.

Nach einer kurzen Begrüßung führte Gernot Lingens die Gäste durch den Stall und über die Weiden. Großes Interesse rief dabei vor allem die Nachzucht der Bullen hervor.

Zuchtinspektor Kirstein lobte: „Die Tiere haben allesamt ein ruhiges Selbstverständnis. Diese Ausgeglichenheit wird mit Sicherheit auch als Charaktereigenschaft weitervererbt.“

Besonders stolz zeigte sich Gernot Lingens, als er den Gästen die Mutter-Kuh „Filomena“ präsentierte. Im Dezember 1995 geboren, brachte das Tier schon 17 lebende Kälber zur Welt, darunter auch den preisgekrönten Bullen „Liebhaber“.

Jede Geburt sei ein ganz besonderes Ereignis und schweiße auch die eigene Familie zusammen, betonten Margarete und Gernot Lingens. „Wir sind mit ganzem Herzen dabei.“

Stets sei der Umgang mit den Tieren von gegenseitigem Respekt geprägt. Mit der gebotenen Vorsicht und unter Berücksichtigung einiger wichtiger Punkte könne man sich den Tieren auch nähern, sogar den tonnenschweren Bullen.

Stolze 1300 Kilogramm bringt Altbulle „Benjamin“ auf die Waage. „Mr. Universe“ befindet sich derzeit noch im Wachstum, wiegt aber immerhin schon 900 Kilogramm. „Bei ihm herrscht eine besondere Konstellation: Er ist homozygot hornlos (trägt kein Horn und vererbt diese Eigenschaft weiter, Anm. d. Redaktion). Er hat aber trotzdem viel Fleisch“, erläuterte Margarete Lingens. Daraus resultiere auch ein relativ hoher Zuchtwert.

Die Züchter, die aus ganz Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein angereist waren, zeigten sich vom Köbbinghauser Betrieb sichtlich beeindruckt. Sie führten Fachgespräche, tauschten Erfahrungen aus und leiteten sicherlich auch Verkaufsgeschäfte in die Wege.

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