Neujahrskonzert im vollbesetzten Rathaussaal in Twistringen

Publikum wollte Musik hören und nicht tanzen

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Das Salonorchester Ungestüm gastierte beim Neujahrskonzert im Rathaussaal Twistringen.

Twistringen - Mit der dritten Zugabe, dem Radetzkymarsch, endete am Sonnabend das Neujahrskonzert der Stadt Twistringen im voll besetzten Rathaussaal. Kulturbeauftragte Katja Bischoff buchte dafür das Salonorchester Ungestüm, das sich sowohl vom Publikum wie auch von der tollen Akustik im Saal begeistert zeigte. „Wir sind das erste, aber hoffentlich nicht das letzte Mal hier gewesen“, so Felix von Ungestüm alias Detlef Wehking.

Detlef Wehking spielte auf einer Säge.

„Wir sind gekommen, um Sie mit Musik zu erfreuen damit Sie nachher beschwingt nach Hause gehen“, so der Leiter des Quintetts. Bereits das erste Lied „Ham Se nich `nen Mann für mich“, von Susanne Werner vorgetragen, stimmte auf die Reise in die Zeit der 1920er-Jahre ein. Von klassischen Stücken wie dem Kaiserwalzer über Salonstücke bis zu Schlagern und Tanzmusik der 1920er- und 1930er-Jahre überzeugte das Salonorchester mit seinem umfangreichen und vielseitigen Programm. „Das wir eigens für unseren heutigen Auftritt zusammengestellt haben“, ergänzte Wehking. Ungestüm, dahinter verbergen sich fünf Musiker, die sichtlich Spaß an ihrem Job haben und bei denen jeder mindestens zwei Instrumente perfekt beherrscht. Während Detlef Wehking vor allem mit der Violine sein Publikum in den Bann zog, spielte er zudem noch Trompete und war bei einigen Stücken als Sänger am Mikrofon.

Susanne Werner sang nicht nur Chansons, sie war auch auf der Querflöte und am Akkordeon zu hören. Oliver Ried, hauptsächlich am Flügel, zeigte bei dem Lied „Ich tanze mit dir in den Himmel hinein“, dass er auch ein Könner auf der Klarinette ist. Bei diesem Song stimmte das Publikum gesanglich mit ein. „Das war Gänsehaut pur“, so eine Besucherin in der Pause, die voll des Lobs für das Konzert war. Am Kontrabass und mit der Tuba sorgte Hubert Betzl für die richtigen Töne. Auch Schlagzeuger Manfred Schiwik hatte seine Soloauftritte: Zunächst am Xylofon und später dann bei der Amboss-Polka mit einem echten Amboss.

Die Musiker forderten bereits zu Beginn des Konzertes das Publikum zum Tanzen auf, was jedoch nicht angenommen wurde. Auch die Damenwahl zeigte später keinen Erfolg. Vielmehr wollte das Publikum die herrliche Musik genießen.

Während im ersten Teil Detlef Wehkings Spiel auf der „singenden Säge“ sowie ein ungarisches Stück zu lang anhaltendem Applaus führten, waren es im zweiten Teil die „Heinzelmännchen Wachtparade“ und „Mein kleiner grüner Kaktus“. Die Allround-Musiker wurden erst nach drei Zugaben von der Bühne gelassen. „Ein schöner Abend, ein tolles Konzert und wirklich sehr gute Musiker“, war sich das Publikum nach über zwei Stunden Hörgenuss einig.

sn

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