Christian Masurenko und Dennis Heitmann wollen es noch einmal wissen

Neuer Weltrekordversuch: 88 Stunden Dauertennis

Erschöpft, aber glücklich waren Dennis Heitmann (l.) und Christian Masurenko vor vier Jahren. Sie hatten damals 77 Stunden Tennis gespielt.

Marhorst - Von Sabine Nölker. Manchmal kommt es anders: Und so wird es entgegen der Versicherung, nie wieder einen Rekordversuch zu starten, nun doch einen neuen Weltrekordversuch im Dauertennisspielen von Christian Masurenko und Dennis Heitmann geben. 2017 streben die beiden Hobbysportler an, den derzeitigen Rekord auf 82 Stunden zu erhöhen. Für dieses Event suchen sie jetzt bereits Helfer.

„Nein, wir werden keinen neuen Rekord starten“, hatten Masurenko und Heitmann 2012 in einem Interview versichert. Die Nachricht, dass ihr Rekord von 77 Stunden von „Guinnes World Records“ wegen zweier angeblicher Regelverstöße nicht anerkannt worden war, hatte sie getroffen. Negativ ausgelegt worden war damals die Verlegung des Wettbewerbs in die Halle aufgrund des Regens.

„Wir haben in der dritten Nacht ohne Schlaf eine Grenze überschritten, die wir nicht mehr überschreiten werden“, war die damalige Aussage. Die Zeit heilt die Wunden, heißt es. Nun, vier Jahre später, stecken die Extremsportler bereits mitten in den Vorbereitungen für den dritten Anlauf.

Bereits der erste gemeinsame Rekordversuch brachte 2010 mit 55:55:55 Stunden den ersehnten Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Allerdings wurde dieser bereits ein halbes Jahr später von zwei US-Studenten überboten. Seit 2003 streiten Deutsche, Briten, Amerikaner und Niederländer um diesen Rekord und überbieten sich jährlich. Derzeit führen die Deutschen Dennis Groißl und Niklas Jahn die Spitze an mit 63:27:38 Stunden.

Ärzte, Mentaltrainer und Ernährungsberater stehen Christian Masurenko und Dennis Heitmann zur Seite. Ein eigens für sie aufgestelltes Sport-, und Ernährungsprogramm bestimmt die nächsten 15 Monate ihr Leben. Es soll sie darauf vorbereiten, den Marathon zu überstehen. Der Termin steht schon fest: von Donnerstag, 27. Juli 2017, 8 Uhr, bis Sonntag, 30. Juli 2017, 18 Uhr.

Zur Zeit sieht das Reglement vor, dass sie 60 Minuten Tennis spielen und dann fünf Minuten Pause haben. „Am Anfang werden wir acht bis zehn Stunden durchspielen“, sagt Masurenko. Die Pausen würden aufgespart. Danach wechsle man in den Rhythmus, zwei Stunden spielen, zehn Minuten Pause – für Massagen, Toilettengang und Essen. „Damit es für die Zuschauer spannend bleibt, planen wir ein großes Rahmenprogramm.“ Und wie bei den ersten Dauertennisspielen wird dafür ein großes Helferteam benötigt.

Der Erlös soll dieses Mal für das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Marhorst verwendet werden. Als Veranstalter haben sich die Tennisspieler den Sportverein Marhorst an die Seite geholt. „Aber alle Vereine und Menschen aus dem Stadtgebiet können uns unterstützen“, fordert Masurenko zum Mitmachen auf. Es seien sowohl ein Jugend-Fußball-Turnier, diverse Sportdarbietungen und Hubschrauberrundflüge in Planung. Musik macht die Band Könnnix. „Wir würden gerne mehr Bands, Orchestern und Musikern die Chance geben, sich zu präsentieren“, so die Organisatoren. 40 Schiedsrichter werden zudem benötigt, dazu Helfer in den Verkaufsständen, Platzwarte und natürlich Sponsoren. Wer Interesse hat, kann sich bei Masurenko melden – per Email an c.masurenko@ewe.net

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

20. Etappe: Froome hat vierten Toursieg so gut wie sicher

20. Etappe: Froome hat vierten Toursieg so gut wie sicher

Gute Stimmung auf dem Campingplatz beim Deichbrand

Gute Stimmung auf dem Campingplatz beim Deichbrand

Bartels trifft gegen Ex-Club, aber Werder verliert

Bartels trifft gegen Ex-Club, aber Werder verliert

Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest

Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest

Meistgelesene Artikel

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

14-Jähriger kracht auf der Flucht vor Polizei in Gaststätte

14-Jähriger kracht auf der Flucht vor Polizei in Gaststätte

„Summer in the City“: Besucher wünschen sich Fortsetzung

„Summer in the City“: Besucher wünschen sich Fortsetzung

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Kommentare