Neuer Betreiber

St. Anna Altenhilfe übernimmt Wohnpflege St. Josef

Freuen sich auf gute Zusammenarbeit: (v.l.) Erster Kreisrat Wolfram van Lessen, Pfarrer Joachim Kieslich, Einrichtungsleiterin Daniela Link, Pastorale Koordinatorin Doris Rattay, Klinikverbund-Geschäftsführer Uwe Lorenz und Peter Schutze, Geschäftsführer der St. Anna Altenhilfe.
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Freuen sich auf gute Zusammenarbeit: (v.l.) Erster Kreisrat Wolfram van Lessen, Pfarrer Joachim Kieslich, Einrichtungsleiterin Daniela Link, Pastorale Koordinatorin Doris Rattay, Klinikverbund-Geschäftsführer Uwe Lorenz und Peter Schutze, Geschäftsführer der St. Anna Altenhilfe.

Twistringen – Noch befindet sich die Wohnpflege St. Josef Twistringen in Trägerschaft des Klinikverbunds Landkreis Diepholz. Das wird sich bald ändern. Zum Jahreswechsel 2021/2022 übernimmt die St. Anna Altenhilfe Twistringen das Altenheim am Mörsener Kirchweg. Die Einrichtung geht damit wieder in die Hände der katholischen Kirche über.

Geplant war das schon seit Längerem. Genau genommen seit der Rekommunalisierung des Klinikverbundes im Jahr 2018. Damals hatten die Alexianer aus Münster ihre Geschäftsanteile zurück an den Landkreis Diepholz übertragen. Nach mehr als zehn Jahren trennten sich die gemeinsamen Wege. Die Alexianer sind eine katholische Unternehmensgruppe. Seinerzeit vereinbarten sie mit dem Landkreis, die Wohnpflege St. Josef möge möglichst bei der katholischen Kirchengemeinde verbleiben.

Die Umsetzung dieses Wunsches gestaltete sich laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Kliniken Landkreis Diepholz und der St. Anna Altenhilfe zeitaufwendiger als anfangs gedacht. „Es hat sich hingezogen, weil die Immobilie den Alexianern gehörte und gehört“, erläutert Uwe Lorenz, Geschäftsführer des Klinikverbunds. Nun stehe der Verkauf kurz bevor, und es könnten Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Der Betrieb läuft nahtlos weiter

Der Betreiberwechsel soll sich laut Lorenz „genau in dieser magischen Sekunde um Mitternacht“ vollziehen. „In der Wohnpflege wird aber nicht am 1. Januar um acht Uhr morgens die Welt umgekrempelt“, erklärt er. Für die Mitarbeiter und Bewohner bleibe alles wie gehabt, der Betrieb laufe nahtlos weiter.

„Es ist ausdrücklicher Wunsch und Wille beider Parteien, das komplette Personal zu übernehmen und dauerhaft weiter zu beschäftigen“, heißt es dazu in der Pressemitteilung. Von Vorteil sei hierbei, dass beide Einrichtungen den gleichen tariflichen Richtlinien unterliegen und auch die betriebliche Zusatzversorgung identisch sei. Lorenz verdeutlicht: „Die Mitarbeiter verlieren nichts. Sie können alle Ansprüche mit übernehmen.“ Er ist überzeugt: Die St. Anna Altenhilfe kann die Wohnpflege St. Josef dauerhaft in eine gute Zukunft führen. Das sieht auch der Erste Kreisrat Wolfram van Lessen so. „Für uns als Landkreis war es immer wichtig, dass wir das Haus in gute Hände abgeben“, sagt er.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die katholische Kirchengemeinde St. Anna gründete die Altenhilfe 2018 insbesondere zur Förderung und zum Betrieb von ambulanten und stationären Einrichtungen.

Zum 1. Januar 2022 wird sie dann Arbeitgeberin von 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Geschäftsführer der St. Anna Altenhilfe ist Peter Schulze. Er findet: „Durch die Übergabe der Wohnpflege an uns bekommt unser Unternehmen neuen Zuwachs. Es wird zusammengeführt, was zusammengehört – nämlich die pflegerische Versorgung von ambulant und stationär.“

Peter Schulze sitzt nicht nur der St. Anna Altenhilfe vor, sondern auch der St. Hedwig Stiftung Vechta. Parallel mit der Betriebsübergabe schließt sich die St. Anna Altenhilfe der Stiftung an. Dadurch will sie ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern.

Pfarrer Joachim Kieslich findet es wichtig, dass Kirche nicht nur in Gottesdiensten sichtbar ist und freut sich daher über den Betreiberwechsel in der Wohnpflege. „Wir sind nicht nur Arbeitgeber, sondern auch diejenigen, die als Seelsorger da sein wollen“, sagt er.

Seit dem Jahr 2005 steht die Wohnpflege an ihrem jetzigen Standort. Davor war sie neben dem Twistringer Krankenhaus. Die katholische Kirchengemeinde hatte Krankenhaus plus Altenheim 1993 an die Alexianer abgegeben. So gesehen schließt sich gewissermaßen ein Kreis.

Die Wohnpflege St. Josef verfügt über 53 vollstationäre Plätze

Die Wohnpflege St. Josef verfügt über 53 vollstationäre Plätze. Eine externe Prüfergesellschaft habe die Qualität der Einrichtung zuletzt im Jahr 2020 bestätigt, berichten die St. Anna Altenhilfe und der Klinikverbund. Letzterer will auch zukünftig noch eng mit der Wohnpflege zusammenarbeiten. Dies biete sich laut Mitteilung auch an, „da der Klinikverbund ja in Twistringen-Borwede, etwa zwei Kilometer entfernt, das neue Zentralklinikum für den Landkreis Diepholz errichten möchte.“

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