Ortsrat setzt auf zügige Umsetzung

40 neue Bauplätze und eine Firmenansiedlung im Stadtnorden

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Fachmärkte an der Bremer Straße. Rossmann (l.) möchte erweitern, muss aber warten, bis das Zentren-Konzept vorliegt.

Twistringen - Von Theo Wilke. Rund 40 neue Wohnbaugrundstücke beidseitig der Werner-von-Siemens-Straße sowie die Chance für einen Twistringer Betrieb, sich an der B 51/Am Krümpel anzusiedeln: Der Twistringer Ortsrat hat sich am Donnerstagabend einmütig für das Vorhaben der Volksbank ausgesprochen.

Außerdem grundsätzlich für eine Erweiterung des Rossmann-Marktes an der Bremer Straße. Allerdings muss dafür das bis Mitte 2018 angekündigte Zentren- und Nahversorgungsentwicklungskonzept für Twistringen abgewartet werden.

Im Grunde sieht der Ortsrat das Vorhaben des Eigentümers des Fachmarktzentrums am Combi positiv. Am Donnerstag übernahm das Gremium allerdings den Vorschlag der Verwaltung, die Entscheidung zur Einleitung des Bauleitplanverfahrens und über einen Aufstellungsbeschluss solange auszusetzen, bis die Ergebnisse des Entwicklungskonzeptes vorliegen.

Rossmann-Pläne problematisch

Ohnehin gestaltet sich die Erweiterungsplanung für Rossmann problematisch. Vor 15 Jahren wurde der B-Plan „Einzelhandelsmärkte an der B 51 neben Combi“ entwickelt, ist inzwischen in sich abgeschlossen. „Lösen könnte man das Problem grundsätzlich über einen Bebauungsplan, der das gesamte Fachmarktzentrum neu überplant“, so Fachbereichsleiter Carsten Werft. 

Dies setze für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan allerdings die Zustimmung oder den Antrag des Eigentümers voraus, einen neuen Vorhaben- und Erschließungsplan und einen Durchführungsvertrag für das gesamte Projekt vorzulegen. Mit einer Erweiterung würde Rossmann unter 800 Quadratmetern Verkaufsfläche bleiben. Der Flächenankauf beziehungsweise Tausch dafür ist laut Eigentümer bereits geklärt.

Klares Ja zur Wohnbebauung

Ein klares Ja komme von der CDU zur weiteren zentrumsnahen Wohnbebauung nördlich der Bremer Straße, so Frank Hammann. Und Ulrich Helms (FWG) ergänzte: Da könne man nur zustimmen und würde begrüßen, dass dieses Vorhaben zügig umgesetzt werde.

Carsten Werft erläuterte unter anderem, die Flächennutzungsplanänderung sowie zwei B-Pläne (Bremer Straße/Krümpel und An der Werner-von-Siemens-Straße) würden nach dem Votum des Ortsrates über den nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss in die frühzeitige Bürgerbeteiligung gehen.

Geplant sind neben den 40 Baugrundstücken und der Gewerbefläche im rückwärtigen Bereich auch ein Rückhaltebecken und ein Lärmschutzwall. Berücksichtigt wird zudem die mögliche Trasse einer Ortsumgehung. Nach dem Entwurf des Ingenieurbüros Mumm und Partner aus Wildeshausen könnten links der Werner-von-Siemens-Straße rund 4,4 Hektar zu Bauland werden, rechts sogar etwa 6,3 Hektar.

Verwaltungsausschuss an der Reihe

Nach dem positiven Votum des Rates vor der Sommerpause, den Antrag anzunehmen, und dem jetzigen Beschluss des Ortsrates entscheidet der Verwaltungsausschuss über die Aufstellung eines Bauleitplanes, den Entwurf und die Offenlegung – wenn in der kommenden Woche ebenfalls der Ratsausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaft zugestimmt hat. Davon geht die Verwaltung aus.

Zur geplanten Sanierung der B 51 in der Stadt teilte die Verwaltung mit, dass die Planfeststellungsverfahren zurzeit vorbereitet würden. Zwei Planungsbüros erarbeiten die Unterlagen parallel. Im kommenden Jahr wird laut Landesstraßenbehörde mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen. Baubeginn soll im Jahr 2019 sein.

Bereits in der jüngsten Ratssitzung hatte Heinfried Dießelberg (Die Grünen) seine Befürchtung geäußert, wegen des geplanten Ausbaus der B51 würden keine Reparaturen der vorhandenen Schlaglöcher innerhalb der Ortschaft mehr vorgenommen.

Fachbereichsleiter Werft erklärte, dass regelmäßige Straßenkontrollen stattfinden und die Verkehrssicherungspflicht durch die Straßenmeisterei unabhängig von dem geplanten Ausbau gewährleistet werde.

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