Naturmobil bringt Marhorster Kindern heimische Tierwelt näher

„Die Elster stiehlt immer glitzernde Sachen“

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Siegfried Wilkens stellt der Schmetterlingsgruppe das Naturmobil vor.

Marhorst - Von Ilka Rickers. „Das ist eine Elster“, ruft Josse (4) . „Die stiehlt immer glitzernde Sachen.“ Auch andere Kinderstimmen sind im Marhorster Wald zu hören, die Tiernamen durcheinander rufen, als sie gefragt werden. Siegfried Wilkens steht mit dem Naturmobil des Vereins für Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit zur Erhaltung eines artenreichen Lebensraumes bei den Jungen und Mädchen der Kita St.-Marien.

Die Schmetterlingsgruppe hat sich mit Wilkens verabredet. Gespannt sitzen die Kinder vor dem Mobil, in dem präparierte heimische Tiere zu sehen sind.

„Wer kennt dieses Tier“, fragt Wilkens die Kinder, die gerne selbst zu allen Tieren eigene Geschichten erzählen würde. „Den habe ich auch schon einmal gesehen.“ Josse springt von der Bank auf und zeigt auf den Eichelhäher. „Der versteckt genauso wie das Eichhörnchen Eicheln für die Winterzeit, damit er dann etwas zum Essen hat“, erklärt der Experte den Jungen und Mädchen.

Die Kita-Schmetterlinge wissen sofort, welcher Vogel seinen eigenen Namen rufen kann. Sie hüpfen wild durcheinander und machen die Geräusche des Kuckucks nach. „Was kann man denn noch für Tiere sehen?“, erkundigt sich Siegfried Wilkens. „Igel“, rufen alle. „Der ist unter der Elster.“ Da springt der fünfjährige Jakob auf und zeigt auf den kleinen Igel im Naturmobil.

„Wir hatten schon einmal kleine Igel zu Hause“, erzählt Charlotte. Die Sechsjährige und die anderen erfahren, dass sich Igel auf die Suche nach Käfern und Würmern machen.

Eine Eule kann ihren

Kopf ganz umdrehen

Auch die Eule ist für alle sehr interessant. „Eine Eule kann ihren Kopf ganz umdrehen, ohne ihren Körper zu bewegen“, weiß Wilkens. „Versucht es doch auch einmal.“ Die Schmetterlingskinder versuchen, nur ihren Kopf umzudrehen. Aber ohne Erfolg, Spaß haben sie trotzdem beim Ausprobieren.

Dann hält der Fachmann noch ein Geweih in die Höhe. „Von welchem Tier kommt das?“, fragt Josse gleich darauf. „Wenn du gut zuhörst, sage ich dir das“, erwidert der Naturexperte. Und Josse setzt sich schnell wieder auf seinen Platz und wartet gespannt ab. Wilkens erklärt dann den Kindern, dass das ein Geweih von einem männlichen Damwild ist. Hier in der Umgebung sollen bis zu 150 Tiere von ihnen leben.

„Mir hat das Geweih am Besten gefallen“, sagt Josse zum Schluss und nimmt freudestrahlend einen Button, auf dem ein Tier abgebildet ist, von Siegfried Wilkens entgegen. Damit können die Kinder zeigen, dass sie das Naturmobil besucht haben. Josses Freund Ben hat auch einen Fuchs auf dem Abzeichen, Jakob einen Otter. Schließlich erzählen die Erzieherinnen Melanie und Ruth, dass Siegfried Wilkens eigentlich auch noch ein paar Dinosaurier hätte dabei haben müssen, denn „die mag Josse besonders gern“.

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