Vertreterversammlung der Volksbank Vechta

„Nähe bleibt – digital kommt hinzu“

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Bilanz der Volksbank Vechta. Im Bild Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder.

Twistringen/Heiligenloh - Von Theo Wilke. „Erwartungen übertroffen, aktuelle Herausforderungen meistern“, überschreibt die Volksbank Vechta ihren Jahresabschluss 2016. Die Bilanzsumme kletterte um 3,6 Prozent oder 37 auf 1070 Millionen Euro. Die Bank gewann deutlich Mitglieder und Kunden hinzu. Die positive Entwicklung habe sich fortgesetzt, betonten die Bankvorstände Martin Kühling und Herbert Hermes bei der Vertreterversammlung diese Woche im Waldhof in Vechta. Den Vorsitz hatte Aufsichtsrat-Chef Ludger Wessel.

280 Vertreter, Gäste und Mitarbeiter erfuhren vom neuen Vorstand Hermes (seit Ende Mai Nachfolger von Ludger Ellert) unter anderem, dass 6,7 Prozent mehr Kundenkredite vergeben wurden, insgesamt 798 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 35 Millionen (4,8 Prozent) auf 756 Millionen Euro.

„Das betreute Kundenvolumen insgesamt – als Summe der Kundenkredite, der Kundeneinlagen und des vermittelten Volumens in der genossenschaftlichen Finanzgruppe – beträgt mittlerweile mehr als zwei Milliarden Euro“, so Herbert Hermes. Die Volksbank hat heute 18  385 Mitglieder (ein Plus von 202) und 45 751 Kunden (plus 288).

Ehrennadel in Gold für Birger Schröder

Kühling und Hermes beurteilten das Jahresergebnis so: „Ertragslage noch zufriedenstellend, aber erste Schwächen erkennbar.“ Das Betriebsergebnis sei noch gut, werde aber tendenziell durch die anhaltenden Niedrig-, Null- und Negativzinsen belastet. Ein wichtiges Thema im Bankenumfeld sei vor dem Hintergrund zunehmender Regulatorik das Eigenkapital. Demnach sind die Anforderungen aktuell erneut gestiegen. Hermes: „Die Eigenkapitalausstattung der Volksbank Vechta entspricht den Anforderungen, eine weitere Stärkung ist jedoch notwendig.“

Zu den Herausforderungen meinte Kühling, der Handlungsdruck entstehe durch die Kombination von Niedrigzinsen, Digitalisierung und Regulierung. „Wachsen, stabilisieren, Kosten senken – und das alles gleichzeitig“, hieß es. Einen Schwerpunkt setzte Kühling bei der Digitalisierung: „Die Veränderung unserer Gesellschaft durch Digitalisierung ist bereits weit fortgeschritten.“ Ein deutlich verändertes Kundenverhalten sei schon heute zu beobachten. Die Volksbank setze auf ihre Strategie „Nähe bleibt, digital kommt hinzu“.

Die Vertreterversammlung stimmte dem Jahresabschluss zu, der Verwendung des Überschusses (rund 2,75 Millionen, davon etwa 2,24 Mio. in die Rücklagen) und der erneuten Zahlung einer sechsprozentigen Dividende (514 125 Euro) zu.

Die Aufsichtsräte Karl-Heinz Borchers (Goldenstedt), Stefan Dahms (Schmalförden-Ehrenburg), Karl Krone (Heiligenloh) und Hubert Ruhe (Hausstette) wurden für weitere drei Jahre gewählt.

Geehrt wurden mit der goldenen Nadel des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems für mindestens 30-jährige Zugehörigkeit: Hubert Lammers, Bernard Osterhoff und Birger Schröder (Filialleiter in Twistringen).

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