Nachnutzung der Klinik Thema im Stadtrat

Politik will Resolution an den Kreis verfassen

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Rathaus

Twistringen - Twistringen hat sich als Klinikstandort noch nicht abgeschrieben. Im Gegenteil: Der Stadtrat plant, eine gemeinsame Resolution an den Landkreis oder Kreistag aufzusetzen.

Damit wollen die Politiker gegen die Entscheidung des Kreistags aus dem Vorjahr protestieren, wonach das Kompetenzzentrum Gesundheit und Pflege in Syke statt Twistringen angesiedelt werden soll. Die Entscheidung sei damals unter falschen Voraussetzungen getroffen worden.

Der mehrheitliche Wunsch nach einer Resolution wurde am Donnerstagabend in der Sitzung des Stadtrats deutlich. Die Anwohnerfragestunde hatte eine Diskussion über die Nachnutzung des Krankenhauses losgetreten.

CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Kunst sagte, „das Optimale wäre es, dass der Landkreis den Beschluss aus dem letzten Jahr revidiert“. Er gab zu: „Das wird nicht leicht werden.“

Silvia Holste-Hagen (Grüne) wollte daraufhin Tatsachen schaffen und schlug das Verfassen einer gemeinsamen Resolution vor. Der Kreistag sei damals davon ausgegangen, dass das Kompetenzzentrum in die Hacheschule in Syke ziehen kann. Das ist höchstwahrscheinlich jetzt nicht mehr möglich. Die Idee, dass für das Zentrum nun in Syke an die BBS angebaut werden könnte, hält Holste-Hagen für Verschwendung von Steuergeld – in der Twistringer Klinik wäre ja durch den Umzug der Psychiatrie nach Bassum zum Jahreswechsel Platz.

Einem gefiel die Idee der Resolution nicht so recht: Bürgermeister Martin Schlake. „Ich weiß nicht, ob das zum jetzigen Zeitpunkt hilfreich ist“, sagte er. Der neue Geschäftsführer der Alexianer im Landkreis Diepholz, Uwe Lorenz, beginne erst am kommenden Dienstag seinen Dienst. Schlake möchte mit ihm das Gespräch suchen und ihm die Chance geben, sich vernünftig ins Thema einzuarbeiten. „Ich möchte jetzt nicht in Aktionismus verfallen“, sagte Schlake.

Der Rat sprach sich dafür aus, zweigleisig zu arbeiten: Der Bürgermeister solle das Gespräch mit Lorenz suchen, gleichzeitig erarbeiten die Fraktionsvorsitzenden die Resolution. Bei der Ratssitzung am 17. Dezember soll sie beschlossen werden. „Ich habe gar keine Zweifel, dass die einstimmig wird“, sagte Kunst der Kreiszeitung.

han

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