Nach erstem Workshop auf dem Weg zum Senioren- und Demografiekonzept

Alltagshilfe, Bürgerbus, Stolperfalle

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Seniorenworkshop im Rathaus.

Twistringen - „Wie komme ich von A nach B, wenn ich nicht mehr selber Auto fahren kann?“, fragen sich Ältere in Twistringen. Bürgerbus oder -taxi wären von Vorteil, etwa zu kulturellen Veranstaltungen. Bürgersteige müssten nicht nur für Rollatoren, sondern auch für Kinderwagen angepasst werden, um Stolperfallen zu vermeiden. – Das sind einige Anregungen aus dem ersten Workshop der Stadt auf dem Weg zu einem Senioren- und Demografiekonzept.

Mehr als 20 Frauen und Männer beteiligten sich an der Auftaktveranstaltung im Rathaus. Eingeladen hatten Bürgermeister Martin Schlake, Gleichstellungsbeauftragte Heike Harms und Seniorenbeauftragte Stephanie Kröger.

„Wir haben nicht nur die Wirtschaft sowie die Kinder und Jugendlichen im Auge, sondern auch die Seniorenarbeit“, betonte der Bürgermeister, bevor Kommunikationswirtin Ellen Ehring aus Hessen alle Beteiligten auf die Arbeit im Workshop vorbereitete. Anschließend ging es um Handlungsfelder und Zielsetzungen sowie die Frage, welche Akteure man in Zukunft mit ins Boot holen müsse.

Heike Harms erläuterte, dass dieser Workshop durch das Aktionsprogramm „älter, bunter, weiblicher… Wir gestalten Zukunft“ vom niedersächsischen Sozialministerium getragen werde. „Mit diesem Workshop möchten wir gemeinsam mit Ihnen den demografischen Wandel nutzen und ihn gestalten.“

Moderatorin Ehring, die bundesweit Städte und Gemeinden beim gemeinsamen Älterwerden begleitet, nannte ihr Motto für die Delmestadt: „Twistringen – attraktiv ein Leben lang!“ Und sie stellte Fragen in den Raum: „Was trägt zur Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren heute hier vor Ort schon bei?“ und „Was wird zukünftig gebraucht?“

Bei der anschließenden Gruppenarbeit wurde deutlich, dass neben einem Seniorenbeirat, netten Menschen und vielen Angeboten für Senioren auch Vereine und Organisationen für die ältere Generation einiges anbieten. Stephanie Kröger fügte noch Pflegedienste und ihre Angebote als positiv hinzu. Worauf Erste Stadträtin Birgit Klingbeil meinte: „So richtig etwas zu fehlen scheint im Moment nicht.“

Als es aber um die Frage ging, was im Alter fehle, kamen Defizite und Verbesserungsvorschläge auf den Tisch, beispielsweise Bürgerbus, Gehwege als Stolperfallen oder auch fehlende Sitzbänke mit Aufenthaltsqualität an attraktiven Orten in der Innenstadt.

Im nächsten Schritt nahmen sich die Workshop-Teilnehmer die Handlungsfelder vor. Vier Bereiche, denen man sich in der Zukunft widmen möchte: Wohnumfeld und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum – Begegnung, Bildung, Kultur und Freizeit – Wohnen zu Hause und Alltagshilfen – Mobilität.

Nicht nur Einwohner und Verwaltung sind nun zur Mitarbeit aufgerufen, sondern auch die Twistringer Unternehmen und weitere Organisationen. Bürgermeister Schlake: Alle Workshop-Teilnehmer müssten jetzt als Multiplikatoren das Thema vielen weiteren Frauen und Männern ans Herz legen.

sn/tw

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