Baugrunduntersuchung an der Dorfstraße

Mörsener Ortsrat fürchtet Schwerlast-Schleichverkehr

Mörsen - Bauleitplanung, Straßensanierung und Verkehr: Die bunte Themenvielfalt hatte der Mörsener Ortstat am Mittwoch Abend auf seiner Tagesordnung.

Sanieren oder flicken? Diese Frage stand bezüglich der Rosenstraße im Mittelpunkt. Die Fahrbahn aus Verbundsteinpflaster ist auf einer Fläche von schätzungsweise 100 m² versackt. „Erstmal flicken“ lautete das Votum des Ortsrats. Das würde laut Bauamtsleiter Carsten Werft etwa 10.000 Euro kosten. Ausgeführt werden sollen die Arbeiten 2018.

Möglicherweise führe aber dennoch kein Weg um eine Grundsanierung herum, erklärte Werft gestern auf Nachfrage der Kreiszeitung. Dann wären die Anwohner beitragspflichtig. Aufschluss darüber soll eine Baugrunduntersuchung geben. „Von der Frage, wie der Unterbau aussieht, hängt es ab, ob wir um eine Grundsanierung herumkommen“, so Werft.

Das ist bei der Dorfstraße noch kein Thema. Dort sollen Risse und Schlaglöcher nächstes Jahr im sogenannten Dünnschicht-Kalteinbau-Verfahren ausgebessert werden. Eine Kostenschätzung dafür hat die Stadtverwaltung bis jetzt noch nicht.

Stadt nimmt Anregungen auf

Deutlich sprach sich der Ortsrat gegen eine weitere Tonnagebeschränkung für die Raiffeisenstraße aus. Dort dürfen derzeit noch Lkw bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Der Ortsrat Twistringen möchte jetzt eine Beschränkung auf maximal 3,5 Tonnen durchsetzen, und das hängt wiederum mit der Lkw-Problematik auf der Konrad-Adenauer-Straße zusammen. 

Auf der gelten bereits 3,5 Tonnen Maximalgewicht und Tempo 30 für Lkw. Der Mörsener Ortsrat befürchtet nun: Wird auch die Raiffeisenstraße stärker limitiert, würden sich Lkw und landwirtschaftlicher Verkehr ihren Weg quer durch Mörsen suchen, um die etwas weitere Verkehrsführung über die Nienburger Straße und Industriestraße abzukürzen. Das Gremium empfahl daher, die Raiffeisenstraße so zu lassen, wie sie ist.

Wohlwollend zur Kenntnis nahm der Ortsrat, dass seine Anregungen für den Bebauungsplan Grenzstraße II aufgenommen und eingearbeitet worden sind. Insbesondere den Erhalt des Spielplatzes hatte der Ortsrat gefordert. Gegen die geänderte Fassung des Entwurfs hatte er nun keine Einwände. Der Planentwurf wird nun noch im Stadtentwicklungsausschuss und im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss beraten und geht anschließend in die öffentliche Auslegung.

mwa

Rubriklistenbild: © dpa

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