Mobilbauten kommen im Sommer 2018

Rat hält an Projekt Hohe Straße fes

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Übergangsweise sanieren oder abreißen zugunsten eines Schulneubaus: die Altbauten an der Hohen Straße.

Twistringen - Von Theo Wilke. Eines ist ganz sicher, weil vom Twistringer Stadtrat beschlossen: Zum Schuljahresbeginn 2018 werden in Scharrendorf Mobilbauten eingerichtet, um die Raumnot der Grundschule am Markt zu lindern. Gleichzeitig steht der Projektierungsbeschluss für einen möglichen neuen Schulstandort Hohe Straße.

Eine von Architektin Astrid Greve am Donnerstagabend im Rathaus auf Antrag der Gruppe Bündisgrüne/Die Linke vorgestellte Variante wird berücksichtigt: Sanierung und vorübergehende Nutzung der Altbauten an der Hohen Straße.

Gruppensprecher Hermann Niederwestberg argumentierte, einen Neubau, womöglich für zwölf Millionen Euro, könne die Stadt nicht wuppen. „Die Überlegungen sollten helfen, vielleicht für drei oder vier Jahre den offenbar von einer Ratsmehrheit akzeptierten Standort am Schulzentrum zu verfestigen.

Hohe Kosten

Architektin Greve stellte auf Anregung der Grünen nach eigener Aussage „parteilos und neutral“ ihre Ergebnisse im Rat vor und hatte zuvor unter anderem mit der Kreisbehörde gesprochen, sich beim Hausmeister des Schulzentrums informiert und alle möglichen Daten und Fakten gegeneinander abgewogen. Dabei kam heraus, dass schon für eine vorübergehende Lösung Dach, Fenster, Türen und ähnliches erneuert werden müssten. Geschätzte Kosten: rund 465.000 Euro. Sollte es eine Kernsanierung mit Anbau, aber ohne Turnhalle sein, würden sich die Kosten um rund vier Millionen Euro bewegen. Deutlich weniger als ein Neubau mit Sporthalle für etwa zwölf Millionen Euro. Andererseits, so Astrid Greve, würden die Mobilbauten schon geschätzte Kosten von mindestens 400. 000 Euro bedeuten.

Kosten müssten erst noch entwickelt werden

Bürgermeister Martin Schlake betonte, in der kommenden Woche würden die Mobilbauten für Scharrendorf öffentlich ausgeschrieben. CDU-Sprecher Bernhard Kunst ergänzte, der Rat habe sich mehrheitlich dafür entschieden, den Standort Hohe Straße weiterzuentwickeln. An der Notwendigkeit der Mobilbauten ändere sich nichts. Und Fraktionskollege Peter Dünzelmann meinte, die zwölf Millionen stünden nicht für einen Neubau an der Hohen Straße. Die Kosten müssten erst noch entwickelt werden.

Eindeutig gegen einen „unwirtschaftlichen dritten Schulstandort“ sprach sich Ulrich Helms für die Freie Wählergemeinschaft aus. Die FWG setzt auf die Container in Scharrendorf. Die Standorte Twistringen Am Markt und Scharrendorf seien eine große Belastung für Schüler, Pädagogen und Eltern. Man müsse zu einer Lösung für die nächsten 50 Jahren kommen.

Bei Eltern, Schule und Lehrkräften im Wort

Sylvia Holste-Hagen betonte, es sei wichtig, alle Varianten anzuschauen. Am Ende müsse das Ganze für die Stadt auch finanzierbar sein. Sie zeigte sich überzeugt: „Die Schule am Markt wird nicht geschlossen!“

Bürgermeister Martin Schlake erinnerte an die klare Beschlusslage: Die Mobilbauten als kurzfristige Entlastung würden jetzt ausgeschrieben, damit sie 2018 rechtzeitig bereitstünden. „Wir stehen bei Eltern, Schule und Lehrkräften im Wort. Es ist heute nicht nötig, über Varianten zu sprechen“, so Schlake.

Ratsvorsitzender Rolf Meyer: Die neuen Infos von Architektin Greve würden in die weiteren Planungen mit einfließen.

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